Erinnert ihr euch noch an „A Thousand Arms„, das Design- und Musikerkollektiv aus den USA, das im vergangenen Sommer eine Post-Rock-Compilation veröffentlicht hat, auf der Bands aus den USA Bands aus dem Rest der Welt gegenübergestellt wurden? Es hieß „Open Language“ und wir haben darüber berichtet.


Jetzt haben „A Thousand Arms“ ihre zweite Compilation veröffentlicht, die den Namen „Hemispheres: Volume I“ trägt, der schon verraten mag, was dieses Mal das Ziel ist.

Mit dem im Sommer 2016 erschienenen „Open Language: Volume I“ haben A Thousand Arms, genauer gesagt Ranges-Musiker C.J. Blessum, gemeinsam mit David Zeidler vom Arctic Drones Magazin eine Compilation erschaffen, die die Musikbegeisterten und Neugierigen einladen sollte, die verschiedenen Klänge des Post-Rock aus verschiedenen Ländern kennenzulernen. Dabei befanden sich auf der A-Seite ausschließlich Bands aus den USA, während die B-Seite Bands aus dem Rest der Welt vertrat. Mit diesem kostenlos verfügbaren Sampler hatten „A Thousand Arms“ einen guten Erfolg. Mehr als 8000 Plays und über 700 Downloads waren ein guter Anfang, wo der Sampler doch in erster Linie den Zweck hatte, ein wenig Werbung für das junge Unternehmen zu machen. Eine weitere Erwähnung fanden sie im 2016er Post-Rock-Review des Blogs postrocker.nl, da ihre Compilation dazu führte, dass der Autor eines seiner Lieblingsalben entdeckte.

Jetzt, ein halbes Jahr später, veröffentlichte das Kollektiv heute Morgen einen neuen Sampler, auf dem Bands der Nordhalbkugel mit Bands der Südhalbkugel verglichen werden. Auf den Seiten mit jeweils 18 Songs lassen sich Bands mit sehr unterschiedlichen Bekanntheitsgraden finden. Da wären Caspian mit ihrem 2015er Song „Sad Heart of Mine“ als eine der ganz großen Bands des Post-Rock, neben Ranges, die (natürlich!) vertreten sind, da sie quasi die „A Thousand Arms“-eigene Band ist und den europäischen Newcomern Mountain, die im letzten Jahr ihr Debütalbum „Evolve“ veröffentlicht haben. Zu den Vertretern der Nordhalbkugel zählen weiterhin Spurv aus Norwegen, The Great Cold aus dem hessischen Marburg und Malämmar aus Barcelona, ebenfalls sehr neu in der Szene.

Bei einem Blick auf die B-Seite der Compilation ist mir aufgefallen, dass ich offenbar sehr wenige Bands der südlichen Hemisphäre kenne! Da sind Kerretta aus Neuseeland sowie Meniscus und Fourteen Nights At Sea, von denen ich schon einmal gehört habe. Allerdings sind die südamerikanischen Bands wie Antorchas, El lenguaje como obstáculo und Kalouv für mich absolutes Neuland.

Schade ist, dass auf der A-Seite größtenteils Bands aus den USA vertreten sind, obwohl die Nordhalbkugel gerade im europäischen Raum noch sehr viel mehr zu bieten hätte. Einen musikalischen Abstecher nach Russland oder in die Türkei inklusive.

Dennoch gibt es viel zu entdecken und ausgewogene Compilations kann man schließlich immer gebrauchen, nichtwahr?

Übrigens sind die Cover-Artworks der beiden Seiten schon wie bei „Open Language“ optisch zusammenpassend, dieses Mal jedoch von „Error! Design“ entworfen, hinter welchem Namen Grafikdesigner Xavi Forné steht, der selbst Musiker unter anderem in der Band Syberia ist und mit seinen Grafiken Bands wie Russian Circles, Kvelertak, Labirinto und Alcest bedient.

Die beiden Seiten des Samplers stehen euch zum Stream und kostenlosen Download zur Verfügung!

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