Bella Italia! Die neue Scheibe von Giardini Di Mirò aus Italien ist da und verbreitet sich unter sehnsüchtig wartenden Fans wie ein Lauffeuer. Und genau darum gehts: um Feuer!

Il Fuoco – zu deutsch: Das Feuer – behandelt das Thema der zerstörerischen Kraft des Elements. Außerdem ist es die Musikalische Untermalung des gleichnamigen Stummfilms von Giovanni Pastrone aus dem Jahr 1916. 2007 wurde dieser in Italien aufgeführt und von Giardini Di Mirò begleitet. Das Album beinhaltet genau diese musikalische Begleitung in einer etwas freieren Interpretation. Zudem sind die Jungs aktuell in Deutschland auf Tour um ihr neues Werk vorzustellen.

 Nun zum Album. Es ist in drei verschiedene Stücke eingeteilt, die jeweils aus mehreren „Parts“ bestehen. „La Favilla (Der Funke) 1-7“, „La Vampa (Die Flamme) 1-3“ und „La Cenere (Die Asche) 1-2“. Wie schon den Namen der Stücke zu entnehmen ist, folgt das das Werk einem bekannten Shema. Spannungsaufbau – Katastrophe – Resignation. Das wird auch beim bloßen Hören klar. Während Titel 1-7 eher melancholisch und ruhig sind, sich aber lansam steigern (durch immerwieder neu einsetzende Instrumente), geht es in Titel 8-10 schon etwas härter zur Sache. Neben fast schon freudigen und freshen Klängen untermalt ein Rauschen und Knacken (Feuer!) das Geschehen und erinnert fast schon an experimentelle Musik. So in etwa stellt man sich wohl ein freudig loderndes Feuer vor…
Zwischen Lied 8 und 9 gibt es einen sehr gut gelungenen Übergang. Zuvor (und auch danach) wird mit einem einfachen „Ruhigerwerden“ und einer nachfolgenden „Themenwiederaufnahme“ gearbeitet. Hier aber endet der Song in einem feierlichen Finale aus dem dann der neue Track „geboren“ wird (eine Phoenix Metapher? – Wenn ja, hätte ich sie mir am Ende des Albums gewünscht). Trotzdem mein Persönlicher Höhepunkt.
In Lied 11 und 12 wird dann das anfänglich ruhige und melancholische Thema wieder aufgegriffen und in einem kleinen Finale zum Ende gebracht.
Alles in Allem ein schönes Album zum relaxen und gerade jetzt im Winter, durch die Feuermetaphorik, sehr passend um sich „warme Gedanken“ zu machen. Trotzdem wollte bei mir persönlich der Funke nicht recht überspringen.


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