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Arkansas liegt an der Südostküste der Vereinigten Staaten zwischen Tennessee und Oklahoma. Aus dem verschlafenen Fayetteville kommt ein Mann den viele schon seit langer Zeit als einen Erneurer der Musik sehen, welche die Traditionen amerikanischer Musik aus ihrem verstaubtem Versteck zerrt um es im Angesicht des Tageslichts zu etwas faszinierendem werden lässt. Attention please!

Dan Smith begann ursprünglich 2003 als Solo Hip Hop Projekt unter dem Namen Listener nachdem er zuvor schon 10 Jahre mit dem Projekt Labklik Werke veröffentlicht hat. 2005 startete er die „Tour of Homes“ die ausschließlich eine Reise von Haus zu Haus beinhaltete. 2007 stieß Kristin Nelson zur Band. In dieser Zeit entstand der Begriff Talk-Music als Umschreibung für den Stil von Listener. Dan Smith entwickelte live eine ungewöhnliche Performance zwischen manischem Prediger, MC und Rocksänger. Seitdem tourte das Duo schon mehrfach durch Europa und fand sehr großen Anklang mit ihrem letzten Werk Wooden Heart.

Nach 10 Jahren ist die musikalische Institution von der Spoken Word Performance über Hip Hop und Country zu einem Rock Trio gewachsen.

Time is a Machine wird bald in den Plattenläden stehen und Listener zu einer neuen Reise aufbrechen. Mit einem klassischem Rockaufbau und den Worten „Keep your Eyes to the Ground for Change“ beginnt einer der faszinierendsten Alben des Jahres. Der Vorgänger, noch im Lo-Fi Bereich angesiedelt, suggerierte schon Ansätze, die jetzt in einer High End Produktion zur vollen Entfaltung kommen ohne ihren Charme einzubüßen.

„Not today“ ist ein überragendes Beispiel für eine Ballade (sonst ein Schimpfwort), die mit einer entwaffnenden Traurigkeit postrockige Dramaturgien zelebriert, um dann mit Wut in Form von brachialen Gitarren gleich einer Supernova zu explodieren. If the sun turns to a shooting star, and leaves us with nothing much to say / This is not a fear trap, you can’t pass a test you don’t take. Ein Meisterstück in textlicher und musikalischer Hinsicht.

Wer Dan Smith einmal Live gesehen hat, weiss um die riesengroße Aura, die für mehrere Leben reichen würde. „I think it’s called survival“ ist ungewohnt brachial und jongliert gekonnt zwischen Punk und Metal. Wer könnte das lyrisch so bezeichnend sagen wie Dan Smith, So I’m gonna fall, and fall, and fall, and not hold on hold on, hold on. Let go!

Die Dramaturgie von „Everything sleeps“ ist physisch erfahrbar und euphorisierend in seiner Umsetzung. Die fantastischen Dynamikwechsel in „There are wrecking Balls inside us“ definieren Listener als Band die im Rock angekommen ist, jedoch zu viele Fragen aufwirft um als bloßes Rock n‘ Roll Plagiat verstanden zu wissen. Hier passiert noch etwas magisches, um am Ende aber zur Einsicht zu kommen die alle teilen denen ein erfahrungsreiches Leben geschenkt wurde. It’s all happening the way it should!

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