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(Naja, „manchmal“ ist eigentlich untertrieben. Ich wähne mich eigentlich immer auf Expedition: Milieustudie und so. Schrieb sich aber sehr schön und ist gefühlt eine stimmige Eröffnung für meine erste Kolumne seit gefühlten Ewigkeiten …)

Forschen bedeutet ja vor allem, dass man sehr viel Geduld haben muss. (Das kenne ich auch von meiner Doktorarbeit …) Man beobachtet sehr lange und hat oft einfach wenig Neues.

Die berichtenswerten Studienobjekte laufen einem ja jetzt auch nicht so häufig vor die Linse, wie man denken würde. Ist eine Spezies einmal beschrieben – ich erinnere an den „Igel“ – läuft sie einem zwar noch häufiger über den Weg, ist aber natürlich keine erneute Kolumne mehr wert.

Umso erfreulicher, dass mir gestern mal wieder ein herausragendes Exemplar untergekommen ist, über dass sich wahrscheinlich mehrere Kolumnen verfassen lassen würden: Das Mittwochskonzert.

Ich würde es als die „pubertierende Schwester“ des Sonntagskonzertes bezeichnen. And I dont’t mean that in a bad way!

(Das Sonntagskonzert zeichnete sich ja durch ein Publikum mit Stehvermögen aus, dass ja schon das restliche Wochenende in den Knochen hat. „Manöverkritik und Konterbier“.)

Das Mittwochskonzert liegt nun mal in der Woche, dass heisst selbstverständlich mehr Hipster und andere arbeitslose Studentenformen im Publikum. Eine erhöhte Dichte von handgeklöppelten Ethno-Pullis liegt in der Luft. Pseudo-intellektuelle Gespräche über „Das Verhältnis zwischen Säugetieren und Vögeln aka Der Emu-Nando“ bereiten den Weg für die Mutter alle Diskussionen: Prometheus.

Erstaunlicherweise muss das klassische Mittwochs-Publikum aber auch pünktlich nach hause: „In der Woche fährt der letzte Bus um viertel vor elf …“.

Was danach passiert, hängt immer von der Willigkeit der jeweiligen Bands ab. Und die war doch gestern tatsächlich gegeben, würde ich sagen. Meine letzte Erinnerung: Bands und Veranstalter zu gleichen Teilen jammender-weise auf der Bühne und Krumme-trinkender-weise in der Bar vereint.

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