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Vier Jahre mussten wir warten seit dem letzten Album „Trouble Will Find Me“ und es hat sich gelohnt. Die Arbeiten an „Sleep Well Beast“ haben schon vor drei Jahren begonnen, fast direkt nach ihrer Tour zum Vorgängeralbum.

The National ließen sich nicht hetzen, wie auch, denn mittlerweile wohnen alle fünf Bandmitglieder in verschiedenen Städten. Sie ließen sich bewusst Zeit, viele der Bandmitglieder waren auch in andere Aktivitäten involviert: Soundtracks schreiben, Festivals kuratieren, und vieles mehr. 2015 trafen sie sich dann zur ersten Session ein, Aaron Dessner baute sich bis 2016 sein eigenes Studio, wo das Album zum Teil aufgenommen und von Aaron selbst produziert wurde.

Dass sie den Anspruch haben sich als Band und Musiker immer weiterzuentwickeln und besser zu werden, zeigen sie nun in 12 Songs auf „Sleep Well Beast“. Die Songs sind ungewöhnlich lang, was mehr musikalischen Spielraum bietet. Mehr experimentelle Elemente werden in fast jedem Stück angewendet, sie probieren neue Strukturen und Instrumente aus. Kleine musikalische Details gehen anfangs etwas unter, aber bei jedem Hören fällt etwas neues auf: die Streicher im Hintergrund, irgendwie dazwischen drängen sich Bläser und elektronische Elemente werden teilweise dezent eingeflochten. Eher untypisch hingegen ist der Einsatz der Gitarre bei diesem Album: es gibt Gitarrensolos, die bisher nicht wirklich eine Rolle spielten, bei manchen Songs rückt die Gitarre hingegen vollkommen in den Hintergrund, dann steht eher das Piano im Vordergrund – und genau daran sieht man, wie ambitioniert die Dessners an der Komposition der Songs arbeiten.

The National sind ja bekanntlich eine nachdenkliche Band, vor allem auch, weil der Texter Matt Berninger nicht nur großartige Lyrics zaubert, sondern sie gesanglich auch hervorragend rüberbringen kann. Er windet sich feinfühlig und geschmeidig um die Verlustangst und Beziehungsprobleme.

Mit „Sleep Well Beast“ gehen The National mal wieder einen Schritt weiter und trauen sich in neue musikalisch Gefilde. Das trägt ein Risiko mit sich, da man vielleicht Fans verschreckt. Dennoch ist ihre musikalische Raffinesse und Wandelbarkeit auch für viele ein Grund die Band zu feiern. Denn insgesamt funktioniert der neue Wagemut sehr gut und passt auch perfekt in die Bandhistorie. Obwohl das Album beim ersten Hören etwas zu gemächlich klingt, wird es bei jedem Hören besser und spannender. „Sleep Well Beast“ wird von einer melancholischen Leichtigkeit getragen und man verliert sich schneller darin, als einem lieb ist. Ein unfassbar gutes Album, das vor Perfektion strotzt und einfach nicht langweilig wird.

The National – Neuer Song online, große Welttournee mit 3 Terminen in Deutschland und exklusiver Deal mit finestvinyl.de

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