Wenn man sich das Album der vier Bostoner Jungs anhört, könnte man glatt meinen, sie hätten keine Zeit. In einem rasendem Tempo ziehen die sieben Songs an einem vorbei und hinterlassen ein Schlachtfeld.
Ein kraftvoller Mix aus überzeugenden Instrumentals, stellenweise verzweifelnd klingenden Clean Vocals und aggressiven Shouts dringt ins Ohr und verweilt dort erst mal. Aber leider nicht wirklich lange. Das nun zweite Album nach der Reunion im Jahr 2009 wird am 17.2 bei Topshelf Records erscheinen. Andy Maddox’ Stimme klingt dramatisch, zerreißend und passt perfekt zum instrumentalen Teil und wirkt dabei auf mich authentisch und rutscht nicht zu tief in die Emoschiene. Damit bewegt sich Maddox auf dünnem Eis. Denn diese spezielle Art ist sicherlich Geschmackssache und kann durchaus als zu theatralisch und überzogen interpretiert werden. Wer damit allerdings generell klar kommt, wird mit dieser Platte seine Freude haben.
The Saddest Landscape haben mit After the Lights ein Album geschrieben, was durchaus das Prädikat „Solide“ verdient hat. Es besitzt viele Attribute, die ein Screamo Album benötigt. Kraft, Dynamik, Tempo und auch Emotionen. Das wohl eigentliche Problem dabei ist, dass sie sich damit nicht wirklich von der Masse abheben. Es fehlen Höhepunkte und absolute WOW! Effekte, somit bleiben sie recht unspektakulär und unauffällig. Es ist keinesfalls schlecht. Solide ist da meiner Meinung nach das richtige Wort, denn es ist gut, allerdings nichts besonderes.
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