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Coup geglückt: Ohne auch nur die geringste Andeutung im Vorfeld veröffentlicht Eminem mit „Kamikaze“ ein komplettes neues Studioalbum, sein bisher zehntes.

So gut wie jeder große US-Rapper hat 2018 schon geliefert und ein Album veröffentlicht. Kanye West, Jay-Z & Beyoncé als The Carters, Drake, Nicki Minaj, Future, Cardi B, Travis Scott, Migos, Post Malone, J Cole, … und fast jedes der Alben dieser Rapper wurde positiver bei den Kritikern aufgenommen als Eminems Comeback Album „Revival“ aus dem Dezember des vergangenen Jahres.

Auf 13 Tracks beweist Eminem auf „Kamikaze“, dass er immer noch the „Greatest“ ist (nachzuhören zum Beispiel im gleichnamigen Track auf dem Album).

Das dürfte an Eminems Ehre genagt haben. Deshalb lässt er sich nicht lumpen und veröffentlicht völlig überraschend über Nacht „Kamikaze“, das genau das zu bieten hat, was sich Eminems Kritiker und auch viele seiner Fans schon auf „Revival“ erwartet hatten: Den wütenden, wortgewaltigen, motivierten Eminem, der es der ganzen Welt zeigen will. Auf Instagram postet Eminem das Cover des Albums – ein Verweis auf das 1986-er Beastie-Boys-Album „Licensed to ill“ und kommentiert Eminem mit den Worten: „Tried not 2 overthink this 1“. War „Revival“ ein labbriger Toast, ist „Kamikaze“ nach den ersten Hördurchläufen ein saftiger Burger.

Auf 13 Tracks beweist Eminem auf „Kamikaze“, dass er immer noch the „Greatest“ ist (nachzuhören zum Beispiel im gleichnamigen Track auf dem Album). Bei zwei der 13 Tracks handelt es sich um Skits in Form eines Telefongesprächs mit Eminem-Manager Paul Rosenberg, die Eminems Motivation für dieses Album zum Thema haben. Der letzte Track „Venom“ stammt vom Soundtrack des gleichnamigen Kinofilms. Neben Rosenberg haben auch drei Musiker die Ehre, Slim Shady auf diesem Album featuren zu dürfen: Joyner Lucas, Royce Da 5‘9‘‘ und Sängerin Jessie Reyez. Gerade „Lucky You“ mit Joyner Lucas dürfte der Konkurrenz Angst machen. Eminem kann nämlich auch Trap.

Alle Eminem Kritiker scheinen sich zu früh gefreut zu haben. So schnell wird der Ausnahmekünstler aus Detroit nicht von der Bildfläche verschwinden und seinen Platz neue Superstars wie Migos, Drake oder Post Malone räumen, zumindest nicht kampflos.

Tracklist:
01. The Ringer
02. Greatest
03. Lucky You (feat. Joyner Lucas)
04. Paul (Skit)
05. Normal
06. Em Calls Paul (Skit)
07. Stepping Stone
08. Not Alike (feat. Royce da 5’9″)
09. Fall
10. Kamikaze
11. Nice Guy (feat. Jessie Reyez)
12. Good Guy (feat. Jessie Reyez)
13. Venom (Music From the Motion Picture)

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Eminem – Kamikaze

Titelbild: (c) Craig McDean/Universal Music

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