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Der Noise/Ambient-Komponist und Nine Inch Nails-Keyboarder und -Gitarrist Alessandro Cortini hat mit Volume Massimo sein brandneues Album – das erste für Mute – auf Vinyl, CD und digital veröffentlicht sowie eine Reihe an Konzerten bestätigt, darunter eine Album-Premiere beim Berliner Atonal-Festival und eine Performance im Londoner Barbican.

Vö: 27.09.2019 Mute LP kaufen

Wer Musik a la Jean Michel Jarre mit einem Hauch Industrial und Gothic mag, der ist hier genau richtig. Langatmige, manchmal fast schon enervierende Synthesizer-Läufe und thematische Wiederholungen prägen die acht Songs auf dem Album. Freunde der gepflegten elektrischen Tastenklänge könnten eigentlich voll auf Ihre Kosten kommen. Getrübt wird die Klangfreude aber durch zu viele zusätzlich verwendete Verzerrungen, überlagernde Geräusche und Soundeffekte sowie übereinander laufende Klangthemen.   

Leider haben sowohl der Künstler als auch der Produzent eindeutig zu viele Botschaften und Ideen zu verarbeiten gehabt und damit die durchgehend guten Arrangements der einzelnen Songs mit zugefügten Ergänzungen und Überlagerungen vollgestopft. Hier wäre – wie der Über-Vater der Synthesizer-Konzept-Alben Jean Michel Jarre in seinen Jahrhundertwerken Oxygene (1976) und Equinoxe (1978) bereits von über 40 Jahren bewiesen hat – weniger mehr gewesen. Es fehlt insgesamt an einer Klarheit der musikalischen Strukturen, die das Hören erleichtern würden.

Ein echtes Hörvergnügen kann sich aufgrund der sich oft überlagernden Klangläufe nur selten einstellen. Mit den historischen Vorbildern belastet hat es Cortini nicht geschafft eigene, klare und strukturell nachhaltige Spuren zu hinterlassen. Insgesamt wirkt das gesamte Album angesichts ständig wechselnder Reize ziemlich wahllos und unkonkret.

Im Pressetext heißt es:
In seiner Soloarbeit und als Mitglied von Nine Inch Nails versetzt Alessandro Cortinis Musik den Hörer in einen komplex gerenderten Strudel emotionaler Dynamik, in dem er die Grenzen der zeitgenössischen elektronischen Musik gekonnt maximiert. Sein neues Album Volume Massimo verbindet seine Vorliebe für Melodien mit der Genauigkeit experimenteller Übungen. (Es) Folgt dem allseits gefeierten Album Avanti aus dem Jahr 2017. 8 Tracks geschickt arrangierter Synthesizer, die mit Klangartefakten und üppigem Pop-Feeling gesättigt sind.

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Bewertung von Autor Richard Kilian
Zusammenfassung
Bereits mit dem Vorgänger-Album Avanti aus 2017 hat Cortini seine HörerInnen verstört, hier lässt er diese leider komplett ratlos zurück.
1.5
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