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Auf zu neuen Gipfeln dachten sich die Alpentines um am höchsten Punkt mit geschliffenem Alternative-Pop/Rock die Stille zu vertreiben.

Vö: 13.04.2018 Take That Turn Records iTunes LP kaufen

Alle vier Alpentines Mitglieder haben schon ein gutes Stück Vorerfahrung im Gepäck, die bei einem solchem Unternehmen garantiert vorteilhaft ist: Kay Lehmkuhl, Gesang (Tulp), Marian Menge, Gitarre (Voltaire), Philipp Gosch, Bass (Lichter) und Kurt Fuhrmann, Schlagzeug (Offene Jazz Haus Schule, Köln).

Bereits 2016 veröffentlichten die Kölner eine 3-Track-EP – wobei der diese ihnen Vergleiche zu Elbow, Coldplay, Wilco oder die frühen Radiohead einbrachte. Im Jahr 2018 folgte nun das Album-Debut und zur bereits gelegten Fährte gesellen sich nun zusätzlich große Gesten von famosen 80er-Legenden. Ich denke ich lehne mich nicht zu weit aus der Gondel, doch verspüre ich auch Springsteen und U2.

Die vier versierten Musiker erschaffen gemeinsam einen Sound, der selbst bei Stadionbeschallungslautstärke niemandem weh tun und das auch gar nicht wollen würde. Dafür sind allein schon die Gesangsmelodien viel zu positiv hoffnungsvoll verortet und klangvoll clever arrangiert. Zusätzlich unterstützend wird die Stille von einem umfassenden Kompendium an gespielten Musikinstrumenten vertrieben. Neben herkömmlichen Sechssaitern und einem Schlagzeug kommen eine Vielzahl an Blasinstrumenten (bis zum Flügelhorn), sowie Tasteninstrumente zum Einsatz. Exotischerweise gesellen sich gelegentlich noch eine Lap Steel Gitarre, ein Timpani, eine Zither, eine Bratsche und ein Cello dazu.

Wenn sich erstmal die feinen Ohrwurm-Gesangsmelodien von Kay Lehmkuhl im Gehörgang eingenistet haben, fühlt man sich mit diesen sehr wohl und ruft sie sich gerne ins Gedächtnis, was im besten Falle dazu führt, das Album einfach erneut zu hören. Befänden wir uns noch im Zeitalter des Musikfernsehens, wären die ALPENTINES bereits in aller Ohren und Augen, dank eines schicken Musikvideos ausgestrahlt bei „Alternative Nation“ (Regie: Anton Corbjin). Im heutigen schieren Überangebot an zur Verfügung stehender und schnell verfügbarer Musik, möchte ein Schmuckstück wie „silence gone“ gefunden und entdeckt werden. Vielleicht sollten die Vier flux ein schickes Video zu „Take it out“ drehen (Regie: Quentin Dupieux) und sich damit sichtbar auf den verfügbaren Kanälen machen.

Von „It Opens“ gibt es zumindest schonmal eins
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„Wir haben uns als Band gefunden und unser Sound kommt der romantischen Vorstellung, die ich als Jugendlicher von Rockmusik hatte, sehr nah“

– K. Lehmkuhl

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