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Gerade wurde der Roman „Die letzte Terroristin“ von Drehbuchautor André Giorgi verfilmt und Teil Eins im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bereits ausgestrahlt, das Buch ist im August 2018 im Suhrkamp Verlag erschienen.

Buch kaufen Vö: 13.08.2018 Suhrkamp Verlag

Im Mittelpunkt des Romans steht die dritte Generation der RAF mit dem Ziel der Tötung von Treuhandchef Dahlmann. Es geht um politische Machenschaften, die Macht von Konzernen. Außerdem spielt der BKA-Ermittler Kawertz eine große Rolle. Dessen Ziel: Die Festnahmen der RAF-Mitglieder*innen und die Verhinderung des geplanten Mordanschlags. Während dieser Ermittlungen kommt es zu immer mehr Ungereimtheiten und Kawertz stellt die Schuld der RAF in Frage und entwickelt neue Theorien, die auf nicht allzu viel Anerkennung stoßen. Wer tritt schon gerne mächtigen Personen auf die Füße? Waren vielleicht Ex-Stasi Mitarbeiter beteiligt? Fragen werfen sich auch, stichhaltige Beweise gibt es keine.

André Giorgi benutzt in seinem Thriller wahre Begebenheiten, um daraus eine fiktionale Geschichte zu erzählen.

Fiktional nur, weil er Personennamen, Konstellationen und Orte geändert hat. Aus dem 1991 ermordeten Treuhandchef Rohwedder wird beispielsweise Dahlmann, weitere Parallelen finden sich. Die Geschichte war bereits geschrieben, André Giorgi hat diese Geschichte genutzt, ein bisschen was beigefügt, ausgemalt, weitergedacht und fertig ist ein Roman, der einerseits natürlich spannend ist, andererseits aber keine wirklichen Überraschungen innehält. Was bis zum Ende offen bleibt, ist die Rolle von Sandra Wellheim. Klappt man das Buch zu stellt sich noch eine weitere Frage: Wer ist eigentlich die letzte Terroristin in diesem Roman? Polheim oder Wellheim?

Für Polheim würde das Organisieren und die Stärke ihres Charakters sprechen, ihre Selbsttötung am Bahnhof in Bad Gronau. Für Wellheim würde die Verurteilung sprechen und das Weiterleben, aber nicht die Darstellung innerhalb des Romans.

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  • 6/10
    Autor Paul Schall - 6/10
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Kurzfassung

André Giorgi benutzt in seinem Thriller wahre Begebenheiten, um daraus eine fiktionale Geschichte zu erzählen. Fiktional nur, weil er Personennamen, Konstellationen und Orte geändert hat.

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