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Das neue inzwischen dritte Album der britischen Musikerin Anna Calvi hört auf den Namen Hunter und erscheint am 31.08. über Domino Records.

Vö: 31.08.2018 Domino iTunes LP kaufen

Produziert wurde die Platte von Nick Launay, der bereits mit Hochkarätern wie Nick Cave, Grinderman und den Yeah Yeah Yeahs zusammengearbeitet hat. Nun also Anna Calvi, die mit ihren letzten beiden Alben Mercury Music Prize nominiert war und schon lange kein Geheimtipp mehr in der britischen Musikwelt ist.

Man kann schon zu Beginn sagen, dass Anna Calvi gemeinsam mit ihrer Band und namhaften Gastmusikern mit Hunter ein Album geschaffen hat, dass ohne jeden Zweifel unter die Haut geht.

Musikalisch wie textlich. Ein Album voller Gegensätze, voller Träume, voller Zweifel. Ein Album das anprangert und Fragen stellt, das Sehnsüchte weckt und Lust macht auf mehr. Hunter ist so vieles, aber zu keiner Sekunde langweilig oder eindimensional. Ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Gesichtspunkt des Albums sind die Geschlechternormen und die damit verbunden stereotypen Rollen. Anna Calvi macht aus der Frau eine Jägerin und wirft somit altertümliche Rollenbilder über den Haufen. Schon da wird klar: Es müsste mehr Anna Calvis auf dieser Welt geben.

Die Platte zeichnet sich durch eine nicht vorhandene Kontinuität aus. Kein Stück gleicht dem Nächsten. Da gibt es einen glasklaren engelsgleichen Gesang, aber auch kratzende Gitarren. Manchmal wirkt die Musik roh und brutal, ein anderes Mal sanft und besänftigend. Musikalisch wird hier wirklich vieles ausprobiert und auch mit der Stimme wird nicht nur einmal gespielt. Dadurch wird Hunter zu einem Album, dass voller Überraschungen steckt und den roten Faden nicht nur einmal verliert, um ihn am Ende doch wieder aufzunehmen. Es ist schwer für mich ein Lied herauszupicken, dass mich besonders begeistert, denn ich glaube, dass man Hunter im Gesamten hören muss. Erst dann beginnt man die Tiefe und die Komplexität zu begreifen. Vorher lässt sich das, wenn überhaupt, nur erahnen. Für meinen Geschmack macht Anna Calvi auf dem Album alles richtig und ich bin mit Sicherheit nicht der klassische Popmusikhörer.

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