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Furioser dritter Versuch der Kölner ihre Vision von Brachialität, feingliedrigem Post-Rock und emotionalem Dampfhammer einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, der mit enormem Detailreichtum, musikalischer Reife und einer ungemeinen Dichte nur an seinem Schwermut scheitern dürfte.

Ausgewiesene Liebhaber abgedunkelter Gitarrenmusik bekommen dafür bei mattem Kerzenlicht Arktika´s bestes Werk gereicht, dessen tatsächlicher Erfolg die ungeahnt kompakte Umsetzung ihrer musikalischen und konzeptionellen Vorstellungen ist. Auf frei flirrende Gitarrenteppiche, wütend verzweifelte Screams und dynamisch ansteigende Strukturen muss hier trotzdem keiner verzichten und somit bündelt „Symmetry“ meisterhaft die besten Momente ihres bisherigen Schaffens und malt ein aufrichtiges, mal erhaben schönes, mal niederschmetternd bedrückendes Portrait ihres Leidens, das der jungen Band einen der vorderen Plätze im internationalen Vergleich bescheren sollte.

Vor allem mit dem ergreifendem „Broken Flowers“ nimmt das nach einem russischen Eisbrecher benannte Quintett direkten Kurs auf die Gunst aller, die nach Wahrhaftigkeit, Spielwitz und eruptiver Dynamik im Post-Rock dürsten und der emotional aufgeladenen Version Arktika´s davon eine mehr als verdiente Chance geben möchten. Gewährt man „Symmetry“ einmal Einlass, wächst das in Köln produzierte Album weit über sich und den entgegengebrachten Erwartungen hinaus und entpuppt sich damit zum Highlight des zügig voranschreitenden Jahres.

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