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Man kann Arms and Sleepers vorwerfen mit „Swim Team“ Einheitsbrei abzuliefern, man könnte aber auch sagen, dass Album sei wie aus einem Guss. Das Gesamtpaket passt irgendwie doch, aber es fehlen einfach wiedererkennbare Elemente.

Der allgemein bekannte Teppich ist ein gemustertes Gewebe aus Baumwollgarn. Ein Klangteppich wäre demnach ein klangdurchzogenes Gewebe bestehende aus verschiedenen Tönen. Das amerikanische Downbeat/Trip Hop-Duo Arms and Sleepers hat ebensolche Klangteppiche bereits des Öfteren auf feinste Weise hergestellt. Das für einen Teppich solcher Art statt einem einzelgängerischen Teppichknüpfer in seiner Stube, gleich zwei Menschen in einem Studio gebraucht werden, soll die Leistung nicht schmälern. Immerhin geht es hier nicht um Stoff, verdammt. Sondern um Musik. Wobei neue Musik unter Audiojunkies sicherlich auch hin und wieder als Stoff bezeichnet wird.

Während man jedenfalls bei dem ersten Track „Unbound“ noch ähnlich wie bei früheren Alben kaum verhindern kann, dass sich ein breitbackiges Grinsen seines Gesichtes ermächtigt, kommt ein paar Nummern später die Ernüchterung. Der Stoff beschert einem nicht mehr so viele Grinsebackenmomente. Es fehlen leider die erinnerungsträchtigen Gustostückerl in puncto Songwriting. Der Sound ist zwar transparent und angenehm niederfrequent, und man könnte auch nicht verneinen, dass die Grundatmosphäre des Albums eine schöne ist, aber an Einzelheiten kann man sich dann doch kaum erinnern. Gut vorstellbar, „Swim Team“ bei einer abendlichen Autofahrt hin und wieder einzulegen, weniger vorstellbar eine dadurch induzierte euphorische Geschwindigkeitsübertretung weil dieser eine fantastische Song kommt, auf den man schon die ganze Zeit wartet. Denkt man hingegen zurück an Alben wie „Matador“, erinnert man sich wohl oder übel auch an Strafzettel. Oder noch besser: nicht geahndete Geschwindigkeitsübertretungen.

Man kann Arms and Sleepers vorwerfen mit „Swim Team“ Einheitsbrei abzuliefern, man könnte aber auch sagen, dass Album sei wie aus einem Guss. Das Gesamtpaket passt irgendwie doch, aber es fehlen einfach wiedererkennbare Elemente. Die gesampelten Gesänge wirken zu auswechselbar, die Beats kommen zu regelmäßig auf den ach-so-tanzbaren Vierteln und die Melodien wollen einfach nicht hängen bleiben. Da diese Art von Musik aber irgendwie auch auf einlullende Gesamtheitlichkeit abzielt, ist das Ziel wiederum nicht ganz verfehlt.

Arms and Sleepers? In diesem Fall Licht und Schatten.



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