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Seit 2005 sind die Nordiren von And So I Watch You From Afar nicht nur für ihre ausgiebigen Touren bekannt, sondern vor allem für ihren eigensinnigen Stil. Außerdem veröffentlichen sie sehr zuverlässig und in regelmäßigen Abständen diverse EPs und Alben.

LP kaufen Vö: 20.10.2017 Sargent House

So auch nun- zwei Jahre nach ihrem letzten Album – „The Endless Shimmering“, das neue Studioalbum von And So I Watch You From Afar.

Sie haben nicht nur die Musikrichtung Mathcore geprägt, sondern entwickeln diesen Stil immer weiter. Das schaffen sie auch auf ihrem neuesten Werk: wirsche Rhythmen, instrumentale Verwirrung und flirrende Gitarrenlinien werden wieder aufs neue von der vierköpfigen Band miteinander verwoben. Während viele andere instrumentale Post-Rock Bands sich oft bis zum musikalischen Höhepunkt winden, zögern ASIWYFA nicht lange und überraschen mit gezielten Verwirrungsmomenten voll auf die Zwölf. Und das haben sie auch auf „The Endless Shimmering“ so beibehalten.

Obwohl die neue Scheibe zugänglicher daherkommt als die Vorgänger, beweist das Quartett, dass sie nicht daran denken, sich von ihrem bewährten Konzept abzuwenden. Eingängige Melodien werden zugleich von harten Gitarrenbrettern zerrissen, irgendwo dazwischen setzt ein Break ein und alles ist auf links gedreht. Durch die fast belastende Abwesenheit von Gesang nimmt die irre Reise an Fahrt auf, bleibt aber bis zum Ende mitreißend und wird nicht langweilig. Spannend bleibt es vor allem durch die vielseitigen Rhythmuswechsel und das sprunghafte Zwischenspiel der verschiedenen Instrumente. In ihrem Genre sind die vier Nordiren damit Meister, treiben die Arrangements zur Perfektion und bleiben dabei bewusst selbstsicher. Es baut sich eine Spannung auf, die beim Track „All I Need Is Space“ zum Höhepunkt aufwirbelt und nach einer kurzen Ruhephase in den zweiten Teil des Albums überschwappt, der deutlich sphärischer ist, als der Einstieg es vermuten lässt.

Auch wenn „The Endless Shimmering“ durchaus weniger vertrackt ist als seine Vorgänger, bleibt es noch immer kompliziert und nischig – das Markenzeichen der Band. Das tut dem geneigten Hörer mit Entdeckungsgeist aber nicht weh, denn wer nach intensiver Spielfreude, brachialer Stimmung und dick aufgetragenen Instrumentalsongs sucht, ist hier genau richtig.

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