Air, das 2016 veröffentlichte Debütalbum von Astronoid (vorher gab es nur zwei EPs namens November und Stargazer), sorgte in dem Jahr für einige Furore und verhalf der Band sich einen Namen zu machen.

Vö: 22.02.2019 Blood Music iTunes LP kaufen

Auch wenn ich die musikalischen Fähigkeiten der Band damals erkannte und dem Album einige Durchläufe gestattete, so ganz hatte es bei mir nicht „klick“ gemacht. Auch wenn das Album die lustige Kategorisierung „Dream Thrash“ seitens der Band verpasst bekam.

Ganz anders nun bei dem neuen und selbstbestitelten Werk, das ebenfalls wieder über Blood Music herausgekommen ist. Im Gegensatz zu dem noch sehr post-rockigen Vorgänger drücken Astronoid auf ihrer neuen Scheibe etwas häufiger mal auf das Gaspedal und preschen nach vorne.

Allerdings macht nicht nur Geschwindigkeit alleine ihre Musik aus, denn sie verpacken das alles in ein sehr dichtes Soundgewand.

Dabei lassen sich sowohl Einflüsse aus dem Shoegaze-Bereich wie auch Post-Metal oder progressives wie Alcest oder Devin Townsend erkennen und die eine oder andere poppige Melodie findet auch Einzug. Ein wesentliches Merkmal ist auch der helle Gesang von Brett Boland, der den Songs eine schon fast zerbrechliche Komponente an die Seite stellt. Astronoid ist abwechslungsreich, es bietet balladeskes, verträumtes, rockiges und krachiges und vereinzelt sind auch genrefremde Einflüsse zu vernehmen.

Mit jedem Durchlauf (und einige sollte man dem Album gönnen) fressen sich die Melodien und Riffs mehr und mehr in den Gehörgang und so gerät das Album zu einem ersten spannenden Höhepunkt des Jahres.

Sowohl geeignet für zuhause, um sich unterm Kopfhörer in der Musik versinken zu lassen, als auch im Auto um bei bestem Wetter durch die Gegend zu fahren. Und das können nun nicht wirklich viele Alben von sich behaupten, dass sie in diesen beiden Umgebungen gleichermaßen gut funktionieren.

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  • 8.5/10
    Autor Carsten Henkelmann - 8.5/10
8.5/10

Kurzfassung

Mit jedem Durchlauf fressen sich die Melodien und Riffs mehr und mehr in den Gehörgang und so gerät das Album zu einem ersten spannenden Höhepunkt des Jahres.

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