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25.09. 2016 im Hafenklang, Hamburg (Support: Blackout Problems)


Ist es das wirklich? Nee, das kann doch nicht sein. Oder? Doch! Doch, das muss es sein! Und ja, es ist wirklich „Ahnma“, der neue Superhit der Beginner, zu dem Blackout Problems gerade die Bühne entern – so macht man sich in Hamburg Freunde, ohne überhaupt auch nur einen Ton gespielt zu haben. Wobei das genau genommen nicht wahr ist, schließlich haben die Jungs bereits vier Tage zu vor das Veranstaltungsschiff MS Hedi bespielt.

Heute jedoch, als Support der Briten von Apologies, I Have None, gibt sich das Münchner Gespann besondere Mühe. Die zahlreichen Ansagen wirken zwar ein wenig einstudiert, aber im Endeffekt sind genau diese es, die das Publikum begeistern – voller Energie wird zu Songs wie „Follow Me“ und „Into The Wild“, beide zu finden auf dem aktuellen Album Holy, gesprungen und getanzt. Das Quartett merkt scheinbar, dass es trotz ihres Vorband-Status wie ein Headliner gefeiert wird, und kostet seine 40 Minuten Spielzeit so richtig aus. Nach „Hold On“, zu dem wenige Stunden zuvor ein neues Video veröffentlicht wurde, verlässt es strahlend die Bühne und erntet eine gehörige Portion verdienten Applauses des nahezu ausverkauften Hafenklangs.

Nach einer etwa halbstündigen Umbau- und Soundcheck-Pause betreten die langersehnten Apologies, I Have None die Bühne. Zwar ohne ein solch interessantes Intro, dafür aber mit deutlich fulminanterem Sound erklingt als Opener „The 26“ von der glorreichen Platte London. Anschließend entpuppt sich Sänger Josh McKenzie regelrecht als Stand-Up-Comedian; mit seinem durch und durch von klassischer Britishness durchtränkten Humor heimst er zwischen nahezu jedem Song Lacher ein. In musikalischer Hinsicht widmen er und seine drei Mitstreiter sich heute im Wesentlichen der kürzlich veröffentlichten Platte Pharmacie, deren Songs live deutlich voluminöser und energischer klingen als im Studio aufgenommen. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Menschen sich von den Händen der Masse durch den Club tragen lassen oder emotionsgeladen das Mikrofon ergreifen, um die Zeilen von „Love & Medication“ oder „Everyone Wants To Talk About Mental Health“ mitzusingen.

Als die Band nach einer Vielzahl von Songs die Bühne verlässt, folgen die obligatorisch im Takt gerufenen Wünsche nach einer Zugabe; die Engländer lassen sich allerdings auch nicht lange bitten und erscheinen nach kurzer Zeit wieder aus der Tür. McKenzie lässt sich noch zu einem weiteren Spruch hinreißen und behauptet, man wisse jetzt selber gar nicht so ganz, welchen Song man als Bonus spiele – nach kurzer Besprechungspause scheint man sich jedoch geeinigt zu haben und ergreift ein weiteres Mal die Instrumente, sodass das Konzert gegen 23:20 Uhr und somit nach stolzen 70 Minuten Spielzeit ein Ende findet.

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