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Das Booze Cruise 2019 ist Geschichte. Wundervolle Momente, großartige Shows, eine Menge Spaß, und Hamburger Schietwetter.

Erinnerungen, die bei Bands und Besucher*innen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben.

Freitag, 07.06.2019 – Tag 1

Bei bestem Wetter ging es am späten Nachmittag los mit einem Akustik-Set von Mobina Galore. Im Hof der urbanen Brauwerkstatt Überquell hatten sich schon einige Menschen versammelt, um die beiden Kanadierinnen mal anders, nämlich ruhiger, zu erleben. Gepaart mit dem natürlichen Großstadtlärm und dem ein oder anderen Schiffshorn, wurde dieser Auftritt zu einem gemütlichen Einstieg.

Mit Mood Change aus Kiel und New Junk City aus Atlanta ging es im Molotow weiter, ehe einer der vielen Veranstaltungsortswechsel stattfand. Menschenzoo und wieder Molotow. Das regelmäßige Laufen und schnell über die Reeperbahn huschen, ohne in einen der unzähligen Junggesellenabschiede hineinzugeraten, war manchmal echt anstrengend, andererseits sorgte es für eine extreme Abwechslung und man war nicht so schnell übersättigt von der Vielzahl an Konzerten.

Nachdem wir kurz in Jukebox Romantics und No Sugar hineinhörten, beendete Mobina Galore unseren Abend im Molotow. Draußen regnete es.
Fazit Tag 1: Mehr Rauchen, mehr Saufen.

Samstag, 08.06.2019

Erst spät kamen wir auf die Beine. Die Strapazen des vorherigen Tages lagen schwer in den Knochen. Zum Glück hatten wir uns für den Tag ohnehin nicht so viel vorgenommen und so begann der zweite Tag des Booze Cruise zu humaner Uhrzeit im Hafenklang. Neighborhood Brats mit einem perfekten Auftritt. Das Bier fließt (zu schnell) die Kehlen hinunter und die Menge zappelt was das Zeug hält, kommt aber bei Weitem nicht an den Bewegungsradius von Sängerin Jenny Angelillo heran. Im Anschluss Accidente und As Friends Rust im Molotow. Zwei Mal extrem fantastisch. Und dann noch das Against Me Coverset von All Aboard!. Was für ein Abriss. Das Motto der Aftershow Party im Molotow lautet: Synchron-Tanzen bis die Fetzen fliegen. Uns doch egal, dass alle komisch gucken.
Fazit Tag 2: Alles richtig gemacht.

Sonntag, 09.06.2019

Katerstimmung? Kennen wir nicht. Zu verlockend war das Programm am inzwischen dritten Festivaltag. Sonderlich früh schafften wir es zwar nicht aus dem Haus, die Konzerte auf der MS Tonne müssen dementsprechend bis nächstes Jahr warten, aber im Goldenen Salon des Hafenklangs mit wundervollem Ausblick begeisterten uns als zunächst Eaten By Snakes aus Bielefeld, mit einer Mischung aus Garage, Punk und Synthieklängen. Das Duo hatte Spaß, das Publikum war hellauf begeistert. Festivalherz was willst du mehr? Wir blieben weiterhin im Goldenen Salon und schauten uns die Show der noch recht frischen Band Bad Affair aus Hamburg an. Auch hier ein bisschen Garage, ein bisschen Punk und ein bisschen Hardcore. Das leider eher rar gesäte Publikum hatte Spaß. Vor allem der junge Mann in den vorderen Reihen: „Wooohhh!“.

Mit dem letzten Ton von Bad Affair, begann das Set von Not Scientists darunter. Kurz reingehört, doch dann lieber zu den Petrol Girls ins Molotow. Und, was soll man sagen, es war die richtige Entscheidung. Unfassbar angepisstes und wütendes Set. So muss Punkrock und Hardcore klingen, um glaubwürdig zu sein. Im Anschluss an gleicher Stelle noch bei War On Women reingeschnuppert, um dann zu Primetime Failure in den Menschenzoo zu gehen. Dort war (zu viel) gute Laune angesagt, also tingelten wir von Ort zu Ort und von Getränk zu Getränk, um uns irgendwann in den Betten wiederzufinden.

Fazit Tag 3:
Rauchen während Konzerten ist nicht zu unterschätzen.

Montag, 10.06.2019

Letzter Tag, letztes Konzert. Dort wo das Festival für uns anfing, endete es auch. Im Überquell mit einem Set von Henri Parker And The Lowered Lids. Leider nur zu Zweit, dennoch wirklich schön. Die Sonne strahlte und wir auch. Danke Booze Cruise, bis nächstes Jahr.
Fazit Tag 4: Weniger ist manchmal mehr.

Titelbild: (c) Paul Schall

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