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Man mag sich gar nicht vorstellen, wie nicht-szenekundige Besucher des wahrscheinlich beliebtesten Alternativ-Clubs der Reeperbahn auf solch einen reagieren müssen. Angst und Schrecken? Schock und Entsetzen? Schwer zu sagen – aber der Reihe nach.

Das Molotow lud an einem lauwarmen Juni-Abend zur zweiten exklusiven Clubshow von Code Orange ein. Die US-Amerikaner, die sich spätestens mit ihrem letzten Longplayer „I Am King“ einen gewissen Ruf in der Hardcore-Szene erspielt haben, waren vorrangig auf (überraschend großen) Festivals unterwegs: Sowohl Rock am Ring als auch Rock im Park wurden, ebenso wie das britische Download Fest oder das allseits bekannte Graspop in Belgien, bespielt. Umso größer die Freude also, dass es nach Berlin nun immerhin ein zweites Konzert in etwas intimerer Atmosphäre gab.
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Schon beim Soundcheck wurde man Zeuge einer geradezu unbeschreiblichen Soundwand. Die tiefer gestimmten Gitarren kamen mit einer Wucht, die man sonst nur aus dem Metalbereich kennt; genau das ist aber vermutlich der Anspruch des Quartetts. Was folgte, war – im musikalischen Sinne – der Inbegriff von Gewalt. Schon mit dem ersten Ton von „My World“ bildete sich ein riesiger Moshpit, dessen Teilnehmer akrobatisch Radschläge, Spinkicks oder Arm-Windmühlen präsentierten. In bester Multitasking-Manier schrie sich Jami Morgan die Seele aus dem Leib, während er auf sein Drumset einprügelte; seine Bandkumpanen zauberten die härtesten Riffs, die man in letzter Zeit im Molotow hören konnte. Einzig die Gesangseinlagen von Adventures-Leadsängerin (aktuelles Album: „Supersonic Home“) Reba Meyers sorgten für zwischenzeitliche Ruhe – wobei „Ruhe vor dem Sturm“ vermutlich der treffendere Begriff ist.

Und so gab es Blastbeat über Blastbeat, Break über Break. Der Moshpit nahm weder in seiner Größe noch in seiner Härte ab; viel eher wurde eher von brachialen Stagedives ergänzt und ausgebaut, sodass Publikum und Band beim abschließenden „I Am King“ nochmal alles geben. Womit wir wieder bei der Eingangsfrage wären…

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