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Die Dropkick Murphys in Hannover – ein Garant für eine riesige Party.

Am 12.02.2020 waren die Dropkick Murphys Gast in der Swiss Life Hall in Hannover. Im Schlepptau der Singer Songwriter Jesse Ahern aus Boston und dazu noch kein geringerer als Frank Turner und seine schlafenden Seelen.

Einer dieser Februartage wie wir sie aktuell haben, ein wilder Wechsel aus Wind, Sonne und Regen. Wir fahren mit der 100 in Richtung Swiss Life Hall, also in Richtung Stadion. Dort angekommen reihen wir uns in eine ordentliche Schlange ein. Der Abend heute ist ausverkauft, wen wundert es? Machen doch die großen Bands oft einen Bogen um Hannover. Die Misere der Stadt ist recht einfach beschrieben. Die eine Halle zu groß und die andere Halle zu klein. Wo ist nur die gute alte Music Hall? Hannover vermisst dich!

Die Halle füllt sich und der Abend beginnt mit der ruhigen halben Stunde des Jesse Ahern. Ein Typ, eine Gitarre, eine Mundharmonika und ein Mikrophon gepaart mit einer durchdringenden, kräftigen Stimme. Vergleiche ziehen ist immer schlecht, doch erinnert mich Jesse so ein bisschen an Chuck Ragan. Es ist ein ausgewogener Einstand auf die Party die dann folgen sollte.

Jesse Ahern | (c) Stephan Lindner @ hcpix.com

Frank Turner and the Sleeping Souls entern routiniert die Bühne. Man könnte meinen, wir sind auf einer Frank Turner-Show. Es ist die 2000 und x-te Show der Musiker. Mit genauso viel Routine gehen sie ihre zu spielende Stunde an. Kein Musikstück bleibt ungespielt, Frank zieht alle Register. Ob der Tanz im Pit oder das Surfen in der Menge, keine Berührungsängste und keine Allüren. Aus genau diesem Grund wird Frank Turner so geliebt. Er hinterlässt den Eindruck: „Geil, das war das erste Konzert des Abends“. Da haben sich die Dropkick Murphys aber eine richtig hochkarätige Verstärkung an die Seite geholt.

Frank Turner | (c) Stephan Lindner @ hcpix.com

Als Ken und Al mit ihren Jungs aus Boston die Bühne erklimmen, ist das Publikum bereits warmgelaufen. Sie haben leichtes Spiel, nahtlos an die Stimmung anzuknüpfen und natürlich auch noch eine Schippe drauf zu legen. Das Repertoire an Mittsing-Hymnen ist quasi grenzenlos.
The Lonesome Boatman, The Boys Are Back, Famous for Nothing, Blood und The State of Massachusetts machten den Anfang und brachten das Blut zum kochen. Eine feine Auswahl an Songs gepaart mit einigen Coverversionen von Gerry Cinnabon, Brendan Behan und auch The Crickets folgten.Wer die Band kennt, weiß, dass Konzerte der Dropkick Murphys immer ehrliche Arbeit sind. So verwundert es nicht, dass die Jungs gute 2 Stunden gespielt haben. Zugaben mit Going Out In Style, Until the Next Time und I’m Shipping up to Boston gefolgt von Frank Sinatras My Way bildeten das Finale. 3,5 h hochwertige Unterhaltung für 50€, ein absolut fairer Preis für ehrliche Musik. Ich danke – cheers Boys und bis zum nächsten Mal.

Titelbild: Dropkick Murphys | (c) Stephan Lindner @ hcpix.com

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