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Mit „Resurgam“ veröffentlichte Fink bereits sein sechstes Studioalbum, sein zweites dieses Jahr. Dass er damit wieder auf Tour kommen würde, war klar, denn Fink fühlt sich auf der Bühne zuhause.


Wenn sie auch in ihrer Struktur recht festgefahren sind und selten spontane Einlagen bringen, ist doch jedes Konzert den Besuch wert. Vor allem mit dem wahnsinnig guten Album! Seit Albumrelease sei er nicht mehr zuhause gewesen, weil er nur auf Tour ist und erst zu Weihnachten wieder zur Ruhe kommen wird, berichtet er. Das scheint ihn wenig zu belasten, er ist gerne auf Tour.

Insgesamt wurden allerdings einige alte Songs gespielt, viele neue, die Klassiker: bei „Looking Too Closely“ etwa erzählt er, dass sein Manager ihm sagt, wenn er diesen Song noch einmal spielen sollte, kündigt er. Er kanns nicht mehr hören. Scheint Fink aber unbeeindruckt zu lassen, die Fans wollen den Song schließlich auf jeden Fall hören. Aber auch die neuen Songs bringt er unglaublich gut live rüber: „Resurgam“, „Cracks Appear“, „Not Everything Was Better In The Past“ und „Godhead“ etwa spielt er vom neuen Album und die kommen trotz ihrer recht ruhigen Melodie gut an. Zwischendurch spickt er das Konzert mit Anekdoten, beispielsweise wie sehr er sich auf ein Schnitzel freut, von dem man in Hamburg anscheinend das Beste bekommt (Jägerschnitzel ist wohl sein Favorit). Leider nuschelt er beim Reden stark, sodass man nicht immer alles versteht.

Zeitweilig stehen bis zu drei Gitarren auf der Bühne, die beispielsweise für „Shakespeare“ benötigt wurden. Fink selbst pendelt von Keyboard zu Gitarre, vergisst es aber seine Bandmitglieder einmal vorzustellen, die sich letztendlich sehr pragmatisch im Hintergrund halten und gekonnt ihre Parts spielen ohne viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach knapp eineinhalb Stunden ist dann schon Feierabend, natürlich gibt es noch eine Zugabe: völlig kommentarlos schmettert Fink dann noch „Pilgrim“, „Biscuits“ gibt es als Solo-Zugabe dann noch oben drauf.

Insgesamt wieder ein großartiges Konzert, die Songs sind live einfach grandios, die musikalische Qualität ebenso. Ein paar Abzüge gab es für das Publikum, die scheinbar vorab beim Weihnachtsmarkt ein, zwei Glühweinchen zu viel geglüht haben und sich belastend laut unterhielten – sowohl während der Songs als auch während der Ansagen, sodass es teilweise unmöglich war, zu verstehen, was gesagt wurde. Am Ende verspricht er jedoch, dass er bald wieder auf Tour gehen wird (und nächstes Jahr WIRKLICH deutsch lernt, immerhin wohnt er schon lange genug in Berlin). Das macht doch schon wieder Vorfreude!

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