Überraschender Weise sehr gut gefüllt war die kleine Konzerthalle The Suite in Neustadt an der Weinstrasse und die Gäste kamen aus nah und fern, wie man in den Gesprächen vor dem Auftritt erfahren konnte.

Da die Joseph Parsons Band in diesem Jahr aus Termingründen keine Auftritte im zentralen Rhein-Main-Gebiet anbieten konnte, wichen viele Fans auf diese weniger bekannte Location aus.   

Im Vorprogramm stand Paul Tasker von den Doghouse Roses, der bereits vor vielen Jahren The Willard Grant Conspiracy auf ihrer Europa-Tour begleitete und die ZuhörerInnen mit exzellentem abwechslungsreichem Gitarren- und Banjospiel etwas mehr als 30 Minuten gut unterhalten hat. Die Spannweite der Stücke reichte von einer rauen und kargen Hommage an Ry Cooder bis zu dem wunderschönen Husker’s Theme, in dem die Reise eines Vaters mit seiner adoptierten Tochter Anfang des 20. Jahrhunderts erzählt wird.

Nach kurzer Umbaupause kamen dann Joseph Parsons und seine Band auf die Bühne. Mit dem klassischen Opener Skipping Stones aus dem 2008er Album Heaven Above startet die abwechslungsreiche Setlist, die auch 4 Stücke aus dem aktuellen Album enthalten sollte.

Wer sich mit Joseph Parsons und seiner Musik beschäftigt, weiß was ihn erwartet. Perfekte Musik, rockig und gefühlvoll, aber auch sehr emotional mit persönlichen Momenten.

Die Band nimmt die ZuhörerInnen gerne mit. Ein Reihe toller Songs mit Runway, Berlin oder Come around bringt die Konzerthalle auf Betriebstemperatur bevor Joseph Parsons seine Bandmitglieder für einen Song von der Bühne schickt, um in Erinnerung an den im letzten November verstorbenen Chris Burroughs, mit dem er zusammen bei Handpan spielte, den 2002 gemeinsam komponierten Song Accident aus den ersten Hardpan-Album mit Akustikgitarre vorzutragen.

Nach diesem emotionalen Moment geht es wieder gewohnt rockig und griffig weiter. Was auffällt sind die ausgiebigen Jam-Passagen von Sven Hansen (Drums) bei Wide awake sowie von Freddy Lubitz (Bass) und Ross Bellenoit (E-Gitarre) beim Dume Room. Jeder kann sehen und hören, welchen Spaß es den Vier macht, zusammen auf der Bühne zu stehen und gemeinsam Musik zu machen. Man merkt es dem Publikum bei jedem Song an, das die Stimmung und die Chemie mit der Band passt. Reichlich Applaus und positive Zurufe bei dem Solospiel von Ross Bellenoit zeugen von der hohen Zufriedenheit der ZuhörerInnen. Wer gute Musik und eine bestens aufgelegte Live-Band erleben möchte, sollte unbedingt einen der kommenden Tour-Termine nutzen. Satisfaction Guaranteed!!

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