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Ende April. Frühling und der Beginn eines fantastischen Konzertabends mit drei unterschiedlichen Artisten.

Vorhang auf und Manege frei. Kapitel 7 ein Songwriter Duo aus Köln eröffnet den Reigen. Ihre Musik erinnert an deutsche Singer/Songwriter wie Gisbert zu Knyphausen etc. wobei das Niveau nicht erreicht wird. Textlich kann Kapitel 7 punkten aber musikalisch sind sie noch Welten von der ersten Garde des Folk entfernt. Mit Humor geizen die Kölner allerdings nicht und machen somit die eine oder andere Schwäche weg.



Yesterday Shop deren einzelnen Musiker über unser Republik verteilt sind spielen eine Melange aus Postrock und Indiepop britischer Prägung. Eine E.P. haben sie bis jetzt veröffentlicht. Live ist das Quintett eine Bank. Wunderschöne Gesangseinlagen, wechseln mit Gitarrenwänden von beängstigenden Ausmaß. Gerade die instrumentalen Parts überzeugen und lassen so manche Postrockband ratlos zurück. Eine vielversprechende Band auf die man live auf jeden Fall ein Auge werfen sollte, wenn sie in eurer Nähe sind.



Je später der Abend …………. ihr wisst schon. Das Highlight der Show betritt in Form 5 junger Männer die Bühne, die als Leoniden noch ziemlich unbekannt sind. Das sollte sich bald ändern, denn was die Band um den charismatischen Lennart Eicke da entfacht ist kaum in Worte zu fassen. Latino – Funk – Soul – Emo – Indie – Punk Core. Die Musik  ist reiner Rhythmus und bringt jeden schon beim zuschauen zum schwitzen. Ihr „Wohnzimmer Demo“ geistert immer noch im Untergrund umher und macht grossen Appetit auf ihr bald kommendes Album. Ob der kleine Hit „City“, der Funk- Soul Indie Kracher „Constant Checkout“ oder die Klasse Komposition „Brilliant Minds“ alles wird tight und mit einer Spielfreude dargeboten, die besonders durch die extravaganten tänzerischen Tobsuchtsanfälle von Gitarrist Lennart Eicke zu einer beängstigenden Erfahrung werden. Selten ist Indie so erfrischend und nicht in eine Kategorie zu pressen, die ähnlich der leider aufgelösten Trip Fontaine gleichkommt. Im Finale der Show, in der alle Musiker wirklich in Topform agieren, ob Felix an den Drums oder Jan am Bass und der unterschätzte Plewka am Mikro sowie Djamin an Keys und Percussion, bricht Gitarrist Lennart mit den Gewohnheiten, entledigt sich seiner Gitarre und explodiert in dem er den Mikroständer mit sich schleift und in einem alles niedermähendem Gesangs- duell mit Sänger Plewka die Bretter die, die Welt bedeuten verlässt. Sollten die Leoniden schaffen ihre unbändige Liveperformance auf Tonträger zu bannen können wir uns im Herbst auf ein spannendes Album freuen. Live sind sie ein kleines Weltwunder. Schaut euch um und seht euch vor. Die Leoniden kommen!!!!!!!!


Titelbild: (c) Kevin Genesis

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