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Wenn schon hochkarätig, dann auch wirklich. Eigentlich reicht das als Umschreibung des gestrigen Abends vollständig und würde diesen Bericht erstaunlich abkürzen. Für die, die schändlicherweise nicht da waren, soll es aber in seinen Grundzügen nochmal umrissen werden.

Kurz die Fakten: tolles Wetter, zwei großartige Bands: Maserati und (als Vorband?) Kokomo. Wie gesagt, hochkarätig. Es ist schwer, festzumachen, welche der beiden Bands nun die besseren Musikmomente produzierte. Einerseits Kokomo, zwar aus Duisburg und somit nicht allzu weit angereist, aber weit mehr als nur Local Support, kreierten brachiale Soundwände, durch die unter all der Wucht noch sehr hübsche Melodiefetzen schimmerten. Zurücklehnen und entspannen und ein wenig netter Musik lauschen ist da nicht. Dieser Auftritt bewies aber nebenbei auch, dass das vor kurzem erschienene, aktuellste, übrigens sehr großartige Album der Duisburger auch live bestens funktioniert, eventuell sogar noch besser als auf Platte. Um mal eine Musikreviewfloskel zu verwenden, die hier wunderbar zutrifft: Von denen wird man noch einiges hören!

Schon ziemlich viel gehört hat man dagegen von Maserati. Die US-Amerikaner existieren (nach Schicksalsschlägen und Besetzungswechseln) nun schon immerhin mehr als eine Dekade, klingen aber, als wären Neu! und Tangerine Dream zusammen mit Pink Floyd und diversen anderen Prog-/Krautrockern eines Abends im DrogenMusikrausch in eine Zeitmaschine gestolpert und durch einen an den Film The Fly erinnernden Unfall als vierköpfige Postrockband in der Zukunft gelandet. Das ist dann zwar nicht so wuchtig und walzend wie der Postrock aus dem Hause Kokomo, hat aber seine ganz eigenen Qualitäten. Neben psychedelischen Klanglandschaften, die eben in Krautrockgefilden umherblubbern und einem Drummer, der eigentlich nur mit „verdammt großartig“ beschrieben werden kann, ist dieses ganze Gemisch aus allem, was gut ist noch ziemlich tanzbar, auch live. Allerdings lag das vierte Mitglied Chris McNeal aktuell im Krankenhaus und sein Bass kam vom Band, was der inhärenten Qualität der dargebotenen Musik aber keinen Abbruch tat. Insgesamt ein Konzert, das das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient hat.

PS: Weil ebenjener Drummer nicht nur gerne und gut Schlagzeug spielt, sondern auch viele interessante Dinge zu sagen hatte, gibt es demnächst hier auf Pretty In Noise ein sehr interessantes Interview!

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