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Es gab wohl kaum einen anderen Tag in diesem Jahr, an dem man so viele verschiedene Möglichkeiten hatte, etwas zu unternehmen. Trotzdem stand für Fabian und mich fest, dass wir uns den Auftritt von The Appleseed Cast in Oberhausen nicht entgehen lassen wollten, zumal Pretty in Noise diesen präsentiert hat. Man ist inzwischen daran gewöhnt, dass Konzerte nie pünktlich starten, was an einem Feiertag auch kein Problem ist und so nutzten wir die Zeit bis zum Einlass, um in der Kombüse einen Kaffee zu trinken.

Als der Einlass begann, waren wir erstaunt, wie viele Menschen trotz des Übermaßes an Unternehmungsmöglichkeiten, den Weg ins Druckluft fanden. Der Saal war gefüllt und es war ein bunt gemischtes Publikum. Sonson aus Göteborg eröffneten den Abend, mit ihrer instrumentalen Mischung aus Kraut-und Punkrock. Ich fand ihren ersten Song zum Einstieg zwar nicht optimal gewählt, denn dieser kam etwas zu ruhig und schwerfällig daher, aber im Laufe ihres Auftritts steigerten sie sich immer mehr, was man auch an den Publikumsreaktionen bemerken konnte. Durch ihren einzigartigen Stil konnten sie punkten und es lohnt sich, sie sich live anzuschauen!

Anschließend bekam man Indie-Rock mit Postrock-Einflüssen geboten. June Miller aus Italien, die zusammen mit The Appleseed Cast auf Tour waren, verzauberten das Publikum mit ihrem musikalischen Können und einer der zauberhaftesten männlichen Gesangsstimmen, die ich je gehört habe. Sie hatten keine Schwierigkeiten, das Publikum in ihren Bann zu ziehen und die Stille während des Gesangs, sprach für sich. Wer sich selber davon überzeugen möchte, kann ihr aktuelles Album I couldn´t be with you,even if i wanted kostengünstig erwerben.

Als die Headliner The Appleseed Cast, aus Amerika, auf die Bühne kamen, war ich kurz irritiert, als plötzlich ein Eisbär und ein Hillbilly mit Pornobrille auf der Bühne standen. Ich hatte den Umstand, dass Halloween war, völlig ausgeblendet und brauchte einen kurzen Moment, um die Kostüme einzuordnen. Hut ab an den Eisbär, es war mit Sicherheit sehr warm in dem Kostüm! Der Saal war noch voller als zu Beginn des Abends, denn einige Leute der nebenan stattfindenden Halloween-Party gesellten sich dazu-und sie blieben! Das mag wohl daran liegen, dass TAC, die vom Emo zum Postrock gefunden haben, einen umwerfenden Auftritt hingelegt haben. Vom Soundkostüm, bis zum Gesang stimmte alles und das Publikum war begeistert! Ihr neues Album Illumination Ritual erscheint übrigens im April und ihr dürft euch alle schon mal darauf freuen!

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