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Knapp einen Monat nach Beginn der Release-Tour folgt nun endlich das entsprechende Album: „Show Your Teeth“ heißt der Longplayer, den Bombay in der ersten Februar-Woche veröffentlicht haben.

Bombay haben sich mit einer bunten Mischung aus Pop, (Indie-)Rock und Grunge das Prädikat „abwechslungsreich“ zwar redlich verdient, ihren eigenen Stil scheinen sie aber noch nicht so recht gefunden zu haben.

Dabei geht es ausgesprochen vielversprechend los: Eingeläutet wird die Platte mit dem geradezu fröhlichen „Dolly Doesn’t Want to Face the Facts“, das mit eingängigen Rhythmen und einem poppigen Refrain Lust auf mehr macht. Titel Nr. 2 wird deutlich rockiger und weiß ebenfallsdurchweg zu überzeugen – die schwedische Band Caesars sei an dieser Stelle mal als Referenz in den Raum geworfen. Auch „Gold Rush“, das sich an den typischen Elementen des Indie-Rocks bedient, gehört zweifelsohne zum angenehmen Teil des Albums.

Ab dort wird es hingegen ein wenig beschwerlich – der Gesang wird zunehmend unmelodischer, die Gitarren zunehmend dissonanter. Die anfängliche Eingängigkeit wird ausgetauscht gegen Spielereien, und Mitklatschparts; aus sanften Melodien werden rotzige Grunge-Riffs („Bored“).

In „Kids“ wird es für kurzzeitig wieder etwas ruhiger, doch mit einer Rückkehr zu anfänglichen Merkmalen ist nicht zu rechnen – im Gegenteil, nach dem kurzen Interlude findet sich im abschließenden „Lighten the Low“ ein regelrechter Höhepunkt der Dissonanz und Unkonventionalität.

Was also als vielversprechendes Indie-/Alternative-Album begann, wird schnell zu einem ausgefallenen und dadurch äußerst gewöhnungsbedürftigen Werk. Selbstverständlich wird auch diese Art von Individualität ihre Zielgruppe haben; massentauglich ist jedoch zumindest die zweite Hälfte der Platte nicht mehr. Gemessen an dem Potenzial, das in dem Amsterdamer Trio zu stecken scheint, lässt der Verlauf des Albums dann doch ein wenig zu wünschen übrig.

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