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Brew Berrymore kommen aus Regensburg und präsentieren mit „Alpacacircus“ die zweite EP nach „Alpacalypse Now“.

Vö: 09.11.2018 recordJet iTunes LP kaufen

Wie man den EP-Titeln schon entnehmen kann, haben Brew Berrymore ein Faible für das aus den Anden stammende Kamel. Geboten wird hier Indie Rock, bei dem Keyboards eine tragende Rolle haben.

„Alpacalypse“ eröffnet die knapp 20-minütige Veröffentlichung. Gitarrenriffs werden hierbei mit besagten Keyboards, die eine recht aufdringliche Melodie spielen, kombiniert. Der Gesang von Fronter Benedikt kommt leicht angeraut, was der recht glatten Musik ganz gut steht. Gerade zum Ende hin steigert sich der Gesang recht gut in etwas dreckigere Gefilde, wird jedoch von einer etwas anstrengenden Melodie abgelöst. Sicher nicht jedermanns Geschmack.

„Arrogance“ schlägt insgesamt etwas ernstere Töne an, wird hier die Flüchtlingssituation im Mittelmeer und die aktuelle Bayern-Wahl thematisiert. Die sich sonst eher spaßig gebende Band kann durchaus ernstere Töne anschlagen. Insgesamt wirkt das Stück auch etwas düsterer, die Keyboards sind teils jedoch erneut sehr vordergründig. Dies setzt sich auch im folgenden „Sommerhit“ fort. Der Song vermittelt durchaus eine angenehm warme Atmosphäre.

„Sahara“ fühlt sich tatsächlich sehr offen und weit an. Entspannte Gitarren wechseln sich mit Keyboardflächen ab, die sich nicht ganz so extrem in den Vordergrund spielen wie zuvor. „Sun“ zeigt sich ebenfalls recht entspannt und kann zum Ende nochmal mit einem groovigen Part aufwarten.

Für mich ist „Alpacalypse“ ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite hat die Band mit Sänger Benedikt einen charismatischen Sänger, der die einzelnen Stücke vorantreibt und sehr facettenreich ist. Auch die Band hinter ihm versteht ihr Handwerk. Auf der anderen Seite klingt die Produktion teils etwas übersteuert und der Einsatz des Keyboards ist definitiv, neben dem Auftreten der Regensburger, Geschmackssache. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann sich mal das Video zu „Arrogance“ anschauen.

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