Da haben sich die Berliner von Capitano schon was ganz geiles vorgenommen.

Der Plan ist, jeden Monat eine Single zu veröffentlichen, die dann am Ende des Jahres gebündelt als Album erscheinen und dazu noch auf einer Tour präsentiert werden. Geiler als die die Idee selbst, ist die Musik des Kollektivs und deren Erscheinung.

Was bereits beim ersten Album Hi! klar wurde und was auch die Januar- und Februar-Singles (I wear a mask und Don’t leave me out) noch weiter untermauerten, wird durch Workout (die verspätete März-Single) dingfest gemacht. Lasziver, klebriger und vor allem unheimlich einnehmenden Alternative-Pop mit abgefahrenem Sleaze-Appeal.

Capitano – Workout (Single)
CapitanoWorkout (Single)

Das neue Video zeigt die Band vor der Kulisse einer Kegelbahn und zwar nicht mehr ganz so bunt wie an Anfangstagen, aber immer noch sehr exzentrisch und speziell. Melodische Klebrigkeit, gepaart mit hiphop-artigen Beats und Raps ist in dieser Qualität wahrlich selten anzutreffen. 

Fronter John meint dazu:
„Nach unserer ersten Platte haben wir lange damit gewartet, ein weiteres Album herauszubringen. Eine Menge Songs anzuhäufen und sie wie mit dem Kipplaster den Menschen vor der Haustür abzuladen, hat sich für uns nie richtig angefühlt. Zu lange sitzt man auf Songs und den Gefühlen, die diese Songs inspirieren, bevor man sie der Welt zeigen kann. Kaum sind sie draußen, wirken sie schon wie eine fremde Haut. Dieses Jahr sollte alles anders sein. Wir wollten jeden Monat einen neuen Song veröffentlichen. Auch wenn der Aufwand riesig ist, wir wollten das Jahr wie eine Reise betrachten. Jeden Song wie eine Blume vom Wegesrand pflücken, um am Ende einen Blumenstrauß an Momenten und Erkenntnissen zu binden, an dem wir uns und euch erfreuen können.“

Die herrschende Corona-Krise macht natürlich auch vor Capitano nicht Halt und behindert den kreativen Entstehungsprozess der einzelnen Stücke.

„Jetzt ist alles anders. Die Tonstudios sind zu. Musikvideos drehen? Fehlanzeige. Unser Freund und Produzent Jeff sitzt in Los Angeles fest und kann nicht mehr zu uns nach Deutschland reisen. Unsere Herausforderung droht zu scheitern. Unser Jahr scheint dahin. Aber: Wir machen irgendwie weiter. We will figure it out!“ – sagt John

Workout verkörpert eigentlich genau das, was wir in dieser Zeit brauchen. Ausgelassenheit und Hoffnung.

Aber, genug schnödes Gelaber. Wir präsentieren Euch hiermit exklusiv das neue Video. Und jetzt tanzt, verdammt!

Titelbild: Capitano | (c) Stephan Nau

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