Spinnup_DuWillst

Schaurig-schön präsentieren sich die Belgier Cecilia::Eyes im zehnten Jahr ihres Bestehens als Band auf „Disappearance“.

Christophe Thys (Gitarre), Xavier Waerenburgh (Drums und Keyboard), Pascal Thys (Bass) und Michaël Conart (Gitarre) versorgen uns seit der Bandgründung im Jahr 2004 mit wundervoller Instrumentalmusik, die trotz ihrer Traurigkeit leichtfüßig im Raum tanzt. Nach der EP „Echoes From The Attic“ (2005) sowie den zwei Alben „Mountaintops Are Sometimes Closer To The Moon“ (2007) und „Here Dead We Lie“ (2009) kommt nun das dritte Langspiel-Opus „Disappearance“ auf uns zu.

Ein Glockenspiel lädt uns gleich zu Beginn in die düstere Welt von Cecilia::Eyes ein. „Lord Howe Rise“ übernimmt gekonnt und wiegt uns weiter in shoegazige und ambient-angehauchte Soundsphären. Bei „Loreta“ enthüllt sich auf wahrhaft herzzerreißende Weise zum ersten Mal auf „Disappearance“ die bombastisch-epische Qualität der vier Belgier, bevor „Swallow The Key“ uns wieder etwas runterbringt. Etwas mehr als sechs ruhige und hypnotische Minuten später erreichen wir mit „Default Descent“ den behutsam aufgebauten Höhepunkt des Albums. „Isolated Shower“ verursacht mit seinen Stimmsamples eine bedrohliche Stimmung, die Gänsehaut verursachen kann, sofern man den Track alleine im Dunklen hört. Der Closer „Reign“ hält die aufgebaute Spannung bis zum bitteren Ende. „Disappearance“ endet so abrupt, dass es sich anfühlt, als hätte man eine Ohrfeige kassiert.

Fazit: Cecilia::Eyes bieten uns auf „Disappearance“ düsteren Ambient/Post Rock der Meisterklasse. Hoffentlich lassen sich die Jungs bis zum nächsten Album nicht noch einmal fünf Jahre Zeit.

  • Wang Wen - Eight Horses

    Wang Wen – Eight Horses

    WANG WEN schnüren mit ausufernd langen Songs ein stringentes und kraftvolles Gesamtpaket. …
  • Grizou - Kueste

    Grizou – Kueste

    Die Berliner Punk-Band GRIZOU hat den Weg von allem Irdischen genommen: es gibt sie nicht …
  • Ceveo - Eunoia

    Ceveo – Eunoia

    Den Österreichern von Ceveo ist es gelungen über Albumlänge vollkommen zu überzeugen und e…
Lade mehr ähnliche Artikel
Lade mehr von Marc Michael Mays
  • Kamasi Washington

    Kamasi Washington – Heaven & Earth

    Auf „Heaven & Earth“ zeigt sich der Saxofonist und Bandleader Kamasi Washington erneut…
  • The National

    The National – Boxer Live in Brussels

    Mit ihrem Album „Boxer“ feierten The National 2007 den „großen Durchbruch“ – heute zählen …
  • Verstärker

    Verstärker – Aktivität

    Elektrisierender Neo-Krautrock-Trip aus Übersee. Womit verbinde ich Kentucky? Pferderennen…
Lade mehr in Alben

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Kamasi Washington – Heaven & Earth

Auf „Heaven & Earth“ zeigt sich der Saxofonist und Bandleader Kamasi Washington erneut…