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Wenn der Alltag von weitem kaum noch zu erkennen ist: Collapse Under The Empire vollenden mit ihrem fünften Album „Sacrifice And Isolation“ ihr zweiteiliges Konzeptwerk über Freiheit, Isolation und Tod. Zehn Songs spannen sich aus, die Vogelperspektive auf das menschliche Dasein zu vertonen.

Die beiden Titelsongs stehen gleich an erster Stelle: „Sacrifice“ tastet sich über gedämpfte Drum-Computer Beats an seine Opfer heran, um sie dann im Gitarrentaumel zu verschlingen. In dem achtminütigen Opener vereinen sich alle Stärken der beiden Hamburger, deren stark elektronisch gefärbter Post-Rock sich in so epische Sphären schwingt, dass er sich beinah Stadionrock nennen (nicht schimpfen) darf. Von I-Phone Displays und Bierpfandbechern jedoch keine Spur: Collapse Under The Empire prägen eher das Bild einer postapokalyptischen Arena, in der Gladiatoren auf ihren Auftritt vor leeren Rängen warten.

Tatsächlich sind auf „Sacrifice And Isolation“ kaum Spuren jener versöhnlichen Klänge zu finden, die sonst häufig durch die Komposition Collapse Under The Empires raumgreifenden Songs schimmern und ihnen den nötigen Schwung verleihen, der manchmal beinah wie ein ironisches Zwinkern anmutet. Diese Momente weichen elektronischer Experimentierfreude, die manchen Post-Rock-Hardliner im ersten Moment verschrecken könnte, vor allem aber interessante Wendungen in den Stücken einleitet, die in all dem Hall doch ab und zu ihre Orientierung zu verlieren scheinen.

Aus diesem Grund sind die beiden Songs „Lost“ und „A Broken Silence“, die dem drohenden Klang-Vakuum mit ihrer treibenden Rhythmik hakenschlagend ausweichen, mittig auf dem Album genau richtig platziert. Sie weisen buchstäblich den Weg zum letzten Song „The Path“, der sich alle Zeit der Welt nimmt, um dann doch noch eine Klaviermelodie anklingen zu lassen, die hoffnungsvoll Knospen sprießen lässt. Ganz ohne Zwinkern geht es eben doch nicht.

1. Sacrifice
2. Isolation
3. Massif
4. Lost
5. Awakening
6. A Broken Silence
7. Light In The Distance
8. Stairs To The Redemption
9. What The Heart Craves For
10. The Path

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