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Seitdem das neuartige Coronavirus auch in Deutschland für immer mehr Infizierte sorgt, überschlagen sich die Ereignisse förmlich. Für die Musikbranche allgemein hat das enorme Auswirkungen. Gerade für den Live-Sektor sowie für freie Musiker und wenig bekannte Bands ist die Lage dramatisch, da Konzerte verschoben wurden oder komplett ausfallen. Die Zwangspause sorgt zwar für Solidarität, wie sich zum Beispiel an einer Aktie von Bandcamp zeigt.

Der Musik- und Promotionsdienst verzichtete für 24 Stunden auf den eigenen Anteil an den Verkaufserlösen, um auf diese Weise die Künstler auf der Plattform wenigstens ein bisschen zu unterstützen. Ob das wirklich ausreicht, wird sich jedoch erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Noch lässt sich schließlich garnicht absehen, wie lange die aktuelle Krise wirklich dauert und wann die ersten Konzerte wieder stattfinden können.

Leitfaden für freie Musiker

Eine Reaktion auf die Krise, die durch die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ausgelöst wurde, ist ein umfangreicher Leitfaden als Hilfestellung. Dieser wurde von der Gewerkschaft ver.di veröffentlich. Darin wird Musikern zunächst einmal geraten, ihre Verluste durch die Absagen von Veranstaltungen oder ganzen Tourneen möglichst genau zu dokumentieren. Außerdem sollten die Verluste prozentual mit Blick auf den Monat sowie das Jahr geschätzt werden. Ob das tatsächlich etwas bringt, ist natürlich noch lange nicht garantiert. Wenn aber Notfallmaßnahmen von der Bundesregierung beschlossen werden, dann dürfte eine solche Dokumentation sehr hilfreich sein. Wer Geld aus einem Hilfsfonds oder einer ähnliche Quelle beantragt, kann so nämlich ganz leicht belegen, wie hoch die finanziellen Ausfälle aufgrund der Coronakrise waren. Übrigens sollte man auch bedenken, dass man bei einer Quarantäne aufgrund einer Covid-19-Infektion sogar einen Anspruch auf den Verdienstausfall haben kann, wenn die Arbeit nicht von zu Hause aus erledigt werden kann.

Veranstaltungsbranche ebenfalls unter Druck

In der aktuellen Krise ist es natürlich nicht nur für die Musiker selbst ein Problem, für Einnahmen zu sorgen. Viele Clubs und Veranstalter bangen ebenfalls um ihre Existenz. Diese erzielen aktuell zwar überhaupt keine Einnahmen, müssen aber weiterhin die Kosten für Miete, Strom oder andere Nebenkosten tragen. Zudem wollen die Betreiber natürlich ihre Angestellten halten, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt so schnell wie möglich wieder ganz normale Veranstaltungen organisieren können. Allerdings lassen sich die Gehälter natürlich nur zu einem gewissen Grad zahlen. Wenn die finanziellen Polster aufgebraucht sind, geht es also auch in diesem Bereich der Musikbranche um die Existenz. Ob es in den kommenden Wochen finanzielle Hilfen durch die Bundesregierung oder die einzelnen Bundesländer geben wird, steht jedoch aktuell noch in den Sternen. Schließlich gibt es noch viele weitere Branchen, die ebenfalls unter einem enormen wirtschaftlichen Druck stehen und die ebenfalls ihre Ansprüche anmelden.

Online Casinos boomen in Zeiten von Corona

Zudem stellt sich natürlich die Frage, wie das Ausgehverhalten der Bevölkerung ist, sobald Veranstaltungen rechtlich wieder erlaubt sind. Schon heute zeigt sich schließlich, dass Entertainment in den eigenen vier Wänden sehr gefragt ist. Dazu zählen etwa Esports oder Gaming, aber auch Streamingdienste sowie Online Casinos, bei denen man mit ein wenig Glück sogar noch Geld gewinnen kann (hier gibt es eine Übersicht über die besten Online Casinos mit Auszahlung). Da die Spielbanken geschlossen wurden, erleben die Online Casinos einen regelrechten Boom. Allen voran die Spielautomaten stehen bei den Usern im Trend und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ob diese Casino-Anbieter und weitere Dienstleister später über Umsatzeinbußen klagen werden oder ob sich das Verhalten der Menschen nachhaltig verändert, wird sich in den kommenden Monaten sicher zeigen.

Finanzielle Hilfen versprochen

In Deutschland hat die Bundesregierung die Probleme für die Musik- und Veranstaltungsbranche natürlich längst erkannt. Bereits Mitte März kündigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters deshalb an, dass es wirtschaftliche Unterstützung für Künstler geben solle. Dabei bezog sie sich auf Forderungen von verschiedenen Organisationen, unter anderem des Deutschen Kulturrats, des Deutschen Musikrats sowie der Clubcommission.

Wer einen Blick auf die Kommentare in einschlägigen Foren wirft, stellt jedoch schnell fest, dass Musiker allgemein sehr skeptisch sind. Viele haben schlicht und einfach Angst um ihre Existenz und fragen sich, wie sie die kommenden Wochen ganz ohne Einnahmen überstehen sollen.


Foto: Pexels.com / Ethan Wu

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