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Ein Doppelalbum, drei Kapitel und ein  Konzept über die (Menschheit) der schlaue Affe. Das Kollektiv um Mastermind Justin Greaves macht es dem Hörer nicht einfach und weisst den Post-Rock Stempel von sich.

Die ständig wechselnden Besetzungen, zerissene, experimentelle Kompositionen und der immerwährende Vergleich mit Pink Floyd machen es ihnen nicht leicht aus der Nische hervorzutreten in der sie sich mittlerweile eine große Hörerschaft erspielt haben. Die Interims E.P. „I, Vigilante“ von 2010 ebnete den Weg für die Entwicklung des neuen Longplayers. ……und der hat es in sich. Chapter I : A Thread  beginnt mit der Overtüre „Nothing (We are…..).

Eine elektronische Stimme a la Kraftwerk leitet mit den Worten „Use your Anger to creatively detroy your Opressors“ in ein Intro das wie „In The Flesh“auf Doom klingt. Eine alte Orgel und bulgarische Frauenchöre bringen den Opener ins richtige Licht bevor Joe Volk  mit den Textzeilen „The Heart of every Country“ in den gleichnamigen Song einsteigt. Ein bittersüßes Lied, das nach dem klingt das wir nicht ausprechen wollen, in seiner Umsetzung aber grosses Kino bietet.

Den ersten Höhepunkt setzen sie mit dem nachfolgenden „Get down and live with it“. Ein treibender Rocksong mit dem gewissen Pathos an Melodie um eine Hymne wachsen zu lassen. „The Brain/Poznan“ der im Finale zu einer Monsterkomposition wächst beschliesst den ersten Teil der Trilogie. Chapter II : The Trap führt in den hardrocklastigen Teil. Das galoppiernde „The laying Traps“ inklusive Video zur Revolte gegen den G8 Gipfel sowie „Release the Clowns“ huldigen dem Classicrock in aller Konsequenz. Das Intermezzo „(What?)“ mit Mandoline klingt ganz nach dem schwarzen Humor Monty Python’s  und bildet die Brücke zu Chapter III : The Blues of Man.“Suggestions (not a very nice one)“ ist psychedelischer Jamrock mit einem phantastischen Gitarrensolo und das Finale „Faced With Complete Failure, Utter Defiance Is The Only Response“ ist unnachgiebig, launisch und trägt den Hörer zufrieden aber erschöpft nach 14 min. ins Ziel.

Crippled Black Phoenix haben bei diesem monströsen Projekt nie den Überblick verloren und eine in sich geschlossene Grundstimmung geschaffen, die den Kompositionen genug Spielraum bietet um sich zu entfalten und ihnen Wiedererkennungswert gibt. Nach Opeth ist Crippled Black Phoenix ebenfalls ein zeitlos, gutes Werk gelungen das beweist welch eine enorme Dichte der Vintagesound auch heute noch verbreitet. Innovation als Entschleunigung der Zeit ist die neue Revolte und das ist keinesfalls Retro.

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