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Wer gerne Zigaretten in Zeitlupe raucht und in den hinteren Reihen einer Kellerlounge sitzt um Leute dabei zu beobachten wie sie Gespräche führen die man nicht versteht, der wird „Metamanoir“ lieben.

Dark Jazz, Ambient Noir oder Black Ambient? Das Kollektiv aus Frankreich bricht mit gängigen Songstrukturen. Wer gerne Zigaretten in Zeitlupe raucht und in den hinteren Reihen einer Kellerlounge sitzt um Leute dabei zu beobachten wie sie Gespräche führen die man nicht versteht, der wird „Metamanoir“ lieben. Die Musik erinnert sofort an die grossen Zeiten des Film Noir. „Une Petit Cellier“ ist der richtige Opener, gleich einem Filmintro. Das Saxophon ist Hauptprotagonist und aus dem Hintergrund hört man eine gespenstische Stimme. „Eus Excuis Acrostole“ besitzt sogar richtigen Songcharakter. In „Ma Insaisissible Abri“ ertönen weibliche Vocals die zwischen Beth Gibbons und Annie Lennox pendeln ,untergraben von arabischen Gesängen die aus dem Nirgendwo kommen. Klarinette, Saxophon und Samples verfeinern die Soundcollagen.Unheimlich und aggressiv ist der Unterton bei „Mon tragique Chartreuse“, Dub und verfremdete Gitarrensounds bilden den Grundtenor und geisterhafter Gesang schwebt durch den Song. Auf Kopfhörer ein sinistres Erlebnis. Am Ende steht Philip Marlowe unter einer Brücke, es regnet und aus irgendeiner Bar der Stadt erklingt „Il Melodieux Manoir“. Der Regen wird stärker, schemenhaft wirkt die Umwelt und die Musik bleibt im Kopf. Jazz Noir für Musikdetektive die nicht gerne reden.

 

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