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Zwischen Shoegaze und Dream Pop, zwischen reverbgetränkten, dichten Gitarrenflächen und schwerelosem Gesang nimmt Dead Leaf Echo Platz.

Dead Leaf Echo, die vier aus Brooklyn kommen nun nach Deutschland. Auftakt der Tour ist am Donnerstag, 7. April, in Köln. Rechtzeitig zur Tour erscheint das erste Album „Thought & Language“ nun auch offiziell in Deutschland via Reptile Music.

Verschwommen, vintage und leicht, „Thought & Language“ klingt wie der beste Shoegaze aus den 90ern. Gemischt wurde es von John Fryer (Cocteau Twins, Lush, NIN). 70 Minuten lang führen Dead Leaf Echo durch ihre eigene Klangwelt, die Noise, Drone, Shoegaze, Indie und Dreampop mischt. Nouveau Wave nennen sie ihren Stil, der so ausgedehnt wie gleichzeitig kompakt ist.

Dead Leaf Echo schaffen sehr breite Atmosphären, die mal träumerisch, mal zerschmetternd klingen, aber immer folgen sie einem Strang, der das Album durch die 16 Tracks zusammenhält. Es sind viele Songs, vielleicht hätte man auf ein paar verzichten können, doch insgesamt empfindet man die Länge nicht als Last, denn der Sound besitzt immer eine gewisse Leichtigkeit, die den Hörer zart entführt. Die New Yorker spielen die Sprache der Wellen, wie einer der besten Tracks, „Language of the Waves”, suggeriert. Dieser Song hat eine wellenartige Dynamik vor allem dank des Gesangs. Hier mischen Dead Leaf Echo Shoegaze, Wave und Noise und klingen am besten: verträumt, doch immer mit einer gewisse Klangdichte.

Diese nebulöse, frische Atmosphäre wird zum Beispiel in „Kingmaker“ tastbar, der Song ist sehr träumerisch und fühlt sich wie Tau im Morgengrauen an. Die Schwermut von Sänger und Songwriter LG Galleon harmoniert sehr schön mit den hallenden Vocals der weiblichen Protagonistin Ana Breton, die Stimmen verschmelzen zu einem Doppelgesang, der wie ein Echo klingt.

Etwas schneller und eingängiger ist „Featherform“ – ein Songtitel, der auch wie eine Selbstreferenz klingt. Hier fühlt man sich wie in einem rauchigen Kellerclub am Anfang der 90er. Das gleiche gilt für das gitarrenstarke „Memorytraces“.

Echos von The Smiths ruft „Dream oft he Soft“ hervor. Die starke Rhythmik lässt den Song vibrieren, man sieht, wie jedes Wort wächst und emporsteigt. Ein solches Crescendo kennzeichnet auch „Child“, ein Song mit langsamem Start und großem Finale. Am Anfang hört man den Einfluss von Cocteau Twins heraus, und dann endet der Track mit einer atemlosen Mischung aus Gitarren und geplagtem Gesang.

Ein anderer Höhepunkt gegen Ende des Albums ist „She Breathes“. Der Einstieg mit den schönen 80er-Beats erinnert an Joy Division, dann bekommt der Song den gewohnten dreamy Charakter von Dead Leaf Echo, der diesmal etwas nächtlicher klingt. Diese dunklere Stimmung findet man auch in dem bassgeladenem „Flowerspeak“ wieder.

Der Sound der New Yorker ist sanft und federleicht, hüllt den Hörer wie in einer pastellfarbenen Wolke ein. Dead Leaf Echo klingen familiär, als ob man sie seit jeher kennt. Auch beim ersten Anhören fühlt man eine vertraute Atmosphäre, wie eine Erinnerung. Vielleicht die Erinnerung an einen Traum. Dreamgaze zum Anfassen.

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