Die Musik in James Bond – Welche Titel waren besonders erfolgreich und lassen sich Schlüsse für Bond 25 ziehen?

Die fiktive Kultfigur James Bond hat Generationen von Menschen vor den Leinwänden der Kinos und der Fernseher gefesselt. 2020 soll es mit einem weiteren Titel in der Saga weitergehen. Dabei ist es interessant einen Blick auf die musikalische Seite zu werfen und zu schauen, wer als Komponist für den kommenden Bond-Titel verantwortlich sein könnte und wie es sich historisch mit Bond-Titeln verhielt.

Wer kommt für die musikalische Untermalung in Bond 25 in Frage?

Viele Informationen über den geplanten Bond-Film sind noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt, weshalb der Film weiterhin unter dem Namen „Bond 25“ operiert. Fans können sich aber dennoch schon den 23. Februar 2020 rot im Kalender markieren, da der Film dann in den deutschen Kinos erscheint. Auch Daniel Craig wird wieder als James Bond auftreten und damit zum fünften Mal in die Rolle des MI6-Agenten schlüpfen. Mit Regisseur Cary Fukunaga ist auch bekannt, wer die Produktion des Films bis zu seinem Release leiten wird, doch an der musikalischen Front herrscht bisher weniger Klarheit. Dabei müssen auch große Schuhe ausgefüllt werden, wenn man bedenkt, dass John Barry praktisch der Vater der Bond-Musik war. Dessen Musik erlangte Kultstatus und Fans können seine Werke auf Deezer finden. Barry bildet sicherlich eine wichtige Grundlage, zumal der Künstler für die Musik in elf Filmen der Saga verantwortlich war. Nach seinem Tod war Thomas Newman sicherlich am erwähnenswertesten. Der britische Komponist folgte jedoch einem eher modernistischen Stil, den man im letzten Titel „Spectre“ hören konnte. Die Möglichkeiten für Bond 25 bleiben daher vielfältig und hängen sicherlich sehr stark vom Filmsetting ab. Sollte Bond 25 dunkler gehalten sein, könnte Angelo Badalamenti als Komponist in Frage kommen. Dessen Musik erinnert dabei sehr stark an Blackfilm, weshalb es schon ziemlich düster im neuen Film zugehen müsste. Sollte der Bond-Film jedoch stärker versuchen an seine Vorgänger anzuknüpfen, könnte Max Richter eine gute Wahl sein. Der Komponist hatte schon Erfahrungen mit Soundtracks gesammelt und gilt als ein guter Vertreter der Neo-Klassik. Allerdings bliebe dann die Frage, ob ein Abweichen vom Pop-Genre möglich wäre?

Die Geschichte der James Bond Filmmusik

Auch wenn noch darüber gerätselt wird, welcher Komponist in Bond 25 schlussendlich verantwortlich zeichnen wird für die musikalische Untermalung, kann man einen Blick auf die lange Geschichte der 24 existierenden Filme werfen. So gilt „Writing’s on the Wall“ als beliebtester Bond-Titel in der ganzen Geschichte der Saga. Das Lied aus dem 2015-Film „Spectre“ schaffte es damals auf den ersten Platz der britischen Charts und ist damit das einzige Lied was es laut Betway bis ganz an die Spitze schaffte. Doch andere Titel waren ebenfalls kurz davor ganz an die Spitze zu gelangen. So schaffte es „A View To A Kill“ von Duran Duran und „Skyfall“ von Adele immerhin auf den zweiten Platz der Charts. Allerdings ist der Erfolg eines Titels natürlich nicht nur von den ersten beiden Plätzen abhängig. So hatte schon Shirley Bassey in Goldfinger mit ihrem Lied die Charts stürmen können. Allerdings muss ein bekannter Name nicht immer ausreichen, um bei Bond Erfolg haben zu können. So geschah es auch mit Johnny Cash. Der legendäre Künstler sandte für den damals für Film „Feuerball“ seine eigene Tex-Mex-Ballade „Mighty Fireball“ ein, die von den Machern jedoch komplett ignoriert wurde. Aus heutiger Sicht kann es schwer nachvollziehbar sein, Johnny Cash abgelehnt zu haben, doch am Ende entschieden sich die Produzenten für John Barry und Don Black. Allerdings darf Cash’s Musik bis heute in keiner Auflistung von Klassikern fehlen und man findet seine Lieder daher auch beim Record Store Day wieder. Shirley Bassey hingegen konnte ihren Erfolg mit Goldfinger 1972 wiederholen, als sie „Diamonds Are Forever“ aufnahm. Die Sängerin schaffte es in die Top 40 der Pop-Charts im Vereinten Königreich und kletterte sogar auf Rang 14 des Adult Contemporary Chart in den USA.

Welche Schlüsse lassen sich ziehen?

Was man zweifelsfrei sagen kann, ist, dass es mit John Barry oder auch Shirley Bassey diverse Künstler gab, die die Titelmusik von James Bond dominierten. Dennoch gab es auch Freiräume für neue Künstler, weshalb mit Spannung erwartet werden kann, wie es weitergeht. Man kann sich allerdings schon relativ sicher sein, dass das Lied aus dem breiteren Pop-Genre kommen wird. Bislang hatte noch kein Film mit dieser Tradition gebrochen und es ist unwahrscheinlich, dass „Bond 25“ damit anfangen wird. Zum Abschluss noch ein Blick auf einen Geheimtipp: Joe Kraemer. Der Künstler sorgte mit seiner Musik für „Mission Impossible – Rogue Nation“ dafür, dass der Konkurrenzfilm im Spionagegenre zu James Bond die Oberhand halten konnte. Kraemer stellte unter Beweis, dass seine Kreativität ihm viel Raum für Anpassungen erlaubt, weshalb auch jeder kommende Bond-Film von seinen Fähigkeiten profitieren könnte.

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