Bei Die!Die!Die! handelt es sich zweifelsohne um eine der tour-wütigsten Bands. Und noch dazu spucken sie die Alben aus wie das sonst diese zauberhaften Tennisballautomaten tun. Das gute daran: Wir können nach „Form“ und „Harmony“ nun schon wieder ein Machwerk dieser Bands genießen.

Mit „S.W.I.M.“ haben die Neuseeländer von Die!Die!Die! Ihr bereits fünftes Album zusammengetrommelt und – oh, ja – zusammengetrommelt ist der passende Begriff zu diesem musikalischen Erguss. Denn getrommelt wird hier was das Zeug hält. Hier und da hält man es indiemäßig verspielt, aber immer bleibt es treibend als wäre ein wütender Mob hinter den drei Herren her. Dem begegnet man nicht nur mit schnellen Sticks in der Hand, sondern auch mit einer über das Album beinahe konstanten Gitarrenwand. Verliebt, bekümmert oder wehmütig kommt „S.W.I.M.“ nicht daher. Wenn es eine zu benennende Stimmung auf dieser Platte zu finden geben soll, dann wäre es wohl am ehesten das Gefühl, das man hat, wenn ein bereits langer Abend um keinen Preis aufgegeben werden kann. Es muss immer weiter gehen, obwohl keiner mehr kann. Steht Die!Die!Die! ganz gut. Und es zeigt sich in wahrhaftig großen Songs wie „Don’t try“, das mit einer fabelhaft noisigen und doch herzerwärmenden Gitarre glänzt. Da wäre auch das wunderschön sehnsüchtige „Mirrors“. „S.W.I.M.“ ist ein Album, welches als tauglicher Beweis dafür gelten kann, dass wir es hier mit einer Band zu tun haben, die nach vier Alben und vielen, vielen Konzerten sehr genau weiß, wie sie klingen muss, wo ihre Stärken liegt. Eine Platte, die schlüssig und keine Sekunde zu lang ist. Ohne das „S.W.I.M.“ großartig Aufhebens darum macht, kriecht es einem ins Herz.

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