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Der kanadische Musiker und Songwriter Eamon McGrath aus Edmonton im Bundesstaat Alberta, lebt seit vielen Jahren in Toronto und hat sich zu einem wahren Geheim-Tipp in der Country-Rock-Szene gemausert.

Vö: 06.09.2019 Uncle M LP kaufen

Mit seinem inzwischen siebten Studioalbum Guts versucht er nach dem internationalen Erfolg des Vorgängers Tantramar, nun den finalen Schritt in den europäischen Musikmarkt und tourt dementsprechend viel zum Unterstützung des Albums. Atmosphärisch eher düster und vielschichtig ist das neue Album eine Abkehr vom bisher gekannten und bedarf daher einer Erläuterung.

McGrath wird hierzu im Pressetext wie folgt zitiert: „Ich bin nicht mehr an einer Karriere interessiert, in der ich angetrunken auf einer Bühne herumspringe. Wenn ich an all die Jahre auf Tor zurückdenke, erinnere ich mich immer am liebsten an die leisen, intimen Shows mit meiner Akustik-Gitarre.“

Mit einem schönen Klaviermotiv eröffnet McGrath das neue Album im Titeltrack und präsentiert den HörerInnen einen rollendes Father John Misty-Cover, das aber durchaus überzeugend gelungen ist.

Der zweite Song des Albums ist der starke Indie-Track City by the Lake, der ebenfalls mit einem leisen Klaviermotiv unterlegt ist. Ein starker Song, der ab der zweiten Hälfte unter einen Monster-Welle aus dröhnenden E-Gitarren dahinzutreiben scheint. Yellow Sticker On An Empty Fridge rockt und rollt mit ganz vielen elektrischen Gitarren, da stampfen doch tatsächlich Neil Young und Pearl Jam durch den Vorgarten. Bei Givin up reichen eine getragene Orgel, eine traurig jammernde Steelgitarre und ein wunderbarer Backgroundgesang, um den Song zusammen mit McGraths Klagegesang sicher ins Ziel zu bringen.

Und dann wieder jede Menge Gitarren. Wer Lust auf den jungen energiegeladenen Bruce Springsteen hat, wird sich bei City of Glass wohlfühlen.

Ein toller Up-Tempo-Song, der auf Born to Run vergessen wurde. Zum Outro gibt es sogar Streicher. Mit Trommelwirbel beginnt der Marsch-Song Unsung Warsong, ein recht einfach aufgebauter Song, der einen leider nicht zu packen weiß. Anti-Kriegs-Song gut und schön aber das als positives Merkmal reicht nicht immer.

Schleppend und melancholisch getragen kommt To drink only water daher. Mal wieder eine Father John Misty-Nummer, die stark klavierlastig Lust auf mehr macht. Hier hätte Eamon McGrath den Mut haben müssen mehr eigene – noch dunklere – Akzente zu setzen. Der schön düstere Song bleibt leider erkennbar unter seinen Möglichkeiten. Country- und Folkmusik vom Feinsten bietet In Like A Lion, das von akustischen Gitarren untermalt ist. McGrath nutzt hier das insgesamt leisere Arrangement um seine Stimmvariabilität zu zeigen. Mehr davon hätte dem Album nicht geschadet. Zum Abschluss des Albums gibt es mit Roadside Angel nochmal lässig schrammelnde und jammernde Steelgitarren und einen schönen lockeren Country-Song, der von der Sehnsucht und der verlorenen Liebe erzählt.

Nach seiner ausgedehnten Tour im Mai, ist Eamon McGrath im Oktober nochmals für 5 Shows in Deutschland zu sehen.

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Zusammenfassung
Eamon McGrath hat ein solides Country-Rock-Album abgeliefert. Der Spaß ist ihm anzumerken aber eigentlich hätte er mehr Mut beweisen können. In so manchem Song ist noch Potential.
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