Cargo-Vinylaktion

Grzegorz veröffentlicht heute mit „Nuclear Option“ die zweite Single seines Albums „33“, das am 26. Oktober erscheinen wird.

Die beeindruckenden Drohnen-Naturaufnahmen von Max Münch unterstreichen die ohnehin schon majestätische Wirkung dieses düsteren Popsongs.

Der Mensch hinter dem Künstlernamen Grzegorz ist Grzegorz Olszowka, der sich bis dahin eher einen Namen im deutschsprachigen Hip Hop machte, entweder als Musiker (WassBass) oder als Gold-Produzent von Acts wie K.I.Z., Kraftklub oder Prinz Pi.

Inhaltlich verarbeitet Grzegorz mit „Nuclear Option“ ein Kindheitstrauma. All die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die Kinder mit den eigenen Eltern haben, seien vergleichbar mit einem Atomkrieg. Für ein Kind stehe dabei alles auf dem Spiel: Vertrauen, Würde und sogar die eigene Existenz. Während die Erwachsenen – bildlich gesprochen – den Zugang zu Atomwaffen haben, sind Kinder auf der Gegenseite völlig wehrlos und verwundbar. Der Song ist also auf seine hochemotionale und hochmetaphorische Art und Weise ein Klagelied auf die Dinge, die wir irgendwann verlieren: Völlig mühelos denen zu vertrauen, die wir lieben.


https://youtu.be/bk0OdHpWY4w

Schon die erste Single sorgte für Aufsehen: Im Mai erschien scheinbar aus dem Nichts ein beeindruckendes Stück Alternative/Industrial-Musik. „I’ve lost my friends to cocaine“ von Grzegorz war intensiv, sowohl musikalisch als auch textlich. Das Video stand dem Ganzen in nichts nach. Der Song klang nach einer aufregenden Mischung aus Industrial-Größen wie Covenant oder Project Pitchfork und düsteren Alternative-Rock-Giganten wie Nine Inch Nails oder Tool, also noch um einiges düsterer als „Nuclear Option“. Der Mensch hinter dem Künstlernamen Grzegorz ist Grzegorz Olszowka, der sich bis dahin eher einen Namen im deutschsprachigen Hip Hop machte, entweder als Musiker (WassBass) oder als Gold-Produzent von Acts wie K.I.Z., Kraftklub oder Prinz Pi.

Auf seinem Solo-Debut-Album „33“, das am 26. Oktober erscheint, betritt Grezegorz also musikalisch neues Terrain, das allerdings mit einer scheinbar selbstverständlichen Souveränität. Geschrieben, produziert und aufgenommen hat Grzegorz das komplette Album fast ohne fremde Hilfe in seinem eigenen taghell-Studio in Berlin. Nur für die markanten Drums hat er sich die Unterstützung von Paul Seidel (Casper, The Ocean, War From A Harlots Mouth) ins Boot geholt, alle anderen Instrumente und Gesang stammen von Grzegorz selbst. Nach den ersten zwei Singles darf man sehr gespannt auf das Album sein.

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Grzegorz

Titelbild: (c) Sebastian Glowinski

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