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Der Sound erinnert mich persönlich ein wenig an Sigur Rós, was bitte als Kompliment aufgefasst wird. Tolle Gitarrenpickings und ein apokalyptisches Drumset. Großartig! 

Heute liegt mir die neue Scheibe von „Final Days Society“ (kurz: fds) vor. Für alle die sie nicht kennen, die Jungs kommen aus Schweden und machen sehr fantasievollen Alternative Rock. Die neue Platte „Ours Is Not A Caravan Of Despair“ ist das zweite Album der Band. Sehr auffällig ist die Länge der einzelnen Tracks. Der kürzeste liegt bei 5:42 min und der Rest bei über 7 min. Ein fast schon episches Werk. Der Sound erinnert mich persönlich ein wenig an Sigur Rós, was bitte als Kompliment aufgefasst wird. Tolle Gitarrenpickings und ein apokalyptisches Drumset. Großartig! Den Anfang macht ein 7 minuten Intro mit sehr atmosphärischem (merkt euch den Begriff, er wird noch öfter auftauchen) Klang. Vereinzelt lässt sich schon erahnen, dass einer der Jungs auch eine sehr schöne Stimme hat, doch das wird in den folgenden Songs noch deutlicher. Wem das etwas zu lasch war, dem wird in den nächten 9 min. „Feuer unterm Hintern“ gemacht. Hier kommt es nämlich zu einer Explosion von Drums und Finalstimmung. Und das beim 2. Track. Was will man mehr? Richtig, weiterhören! Und es wird wieder etwas ruhiger. Nummer 3 ist was für die Autobahn im Sommer. Chillig, locker, fröhlich. Da vergisst man fast seinen Heuschnupfen… Aber nur fast, denn das nächste Lied tanzt dann völlig aus der Reihe. Ein Popstück à la carte. Klare Riffs, vordergründiger Gesang und ein überschaubarer Beat. Doch das Alles ist nur der Anfang. Ohne Warnung schwingt das Stück um, als hätte Jemand kräftig an den Reglern gedreht.

Aus Pop wird Ambient, von der einen auf die andere Sekunde. Eine schöne Idee und das alles in nur einem Stück. Doch wer glaubt, noch mehr Neues kann nicht kommen, der irrt. Track 5 ist ein dunkler „Marsch“ mit melancholischem Gesang. Und auch der nachfolgende Song bleibt eher etwas gedämpft, aber dafür wieder sehr atmosphärisch (ein schönes Wort). Doch schon wieder trügt der Schein. Aus den überschaubaren Klängen entwickelt sich nach und nach eine wunderschöne Ballade. Abermals mit Gesang. Das letzte Stück der Platte verzichtet dann aber auf eben diesen und ist, wie schon das Intro, mit „gerademal“ 5:42 min. ein würdiges Outro im Finalstiele. Ich bin ja eigentlich kein Freund von Bands, die unter 100 verschiedenen Tags laufen (vorallem wenn man Sachen wie Hardcore und Chill direkt nebeneinander stehen sieht). Aber Hier ist Alternative Rock vielleicht doch etwas wenig um alle Fassetten dieser Band zu beschreiben. Alles in Allem ein tolles Album, gerade für den bis dato doch sehr heißen Sommer. Meine Empfehlung: ein kaltes Glas Eistee mit Martini, Sonnencreme,

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