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Gerade diese absoluten Ohrwurmmelodien, die über das gesamte Album gleichmäßig verteilt sind, sind einer der Gründe, warum das Album für mich zu den absolut besten Neuentdeckungen des Jahres gehört.

Fragt man jugendliche Hörer heute, welche Hardcore-Bands sie kennen, kommen meist Antworten wie „Hatebreed“, „Emmure“, „Agnostic Front“ oder ein paar Mal vielleicht auch „Madball“. Schade eigentlich, denn oftmals haben die genannten Bands garnicht so viel mit Hardcore am Hut und zweitens eilt aufgrund solcher Bands dem Hardcore-Genre ein Ruf an, der ihm nicht im Geringsten gerecht wird: Stumpf und oberflächlich zu sein.

Doch gerade unter der oberfläche von Hallenfüllenden Bands finden sich oftmals wirkliche Genre-Perlen, wie das am 23.11.2012 erscheinende Album „Demontage“ der Aachener Band „FJØRT“.

Alleine der erste Song lässt einen erahnen, worauf man sich die nächsten knapp 26 Minuten einlässt, Hardcore-typisches Gekeife und groovende, sägende Gitarren. Das klingt im ersten Moment erstmal völlig unspektakulär, aber die Band schafft es so viele Emotionen und Kraft in ihre Songs zu packen, dass es einen schlicht umhaut, gerade solche melodischen Breaks wie nach etwa zweieinhalb Minuten von „Demontage“ sind Stellen, die es mir eiskalt den Rücken runterlaufen lassen, Gänsehaut absolut garantiert. Gerade diese absoluten Ohrwurmmelodien, die über das gesamte Album gleichmäßig verteilt sind, sind einer der Gründe, warum das Album für mich zu den absolut besten Neuentdeckungen des Jahres gehört.

Textlich gibt sich das Album mitunter sehr kryptisch, aber trotzdem fühlen sich die Texte absolut richtig an. „Glasgesicht“ ist hierbei mein Favorit, da es für mich in diesem Text eindeutig um Selbsbestimmung und des Festellens des eigenen Wertes als Mensch geht. Und auch wenn die Band laut eigener Aussage keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Konzept und Durchdachtheit erhebt, wirkt dieses Album wie aus einem Guss.

Aus dem Pressetext lässt sich entnehmen: „Wir wollen keine Menschen zur Ausgelassenheit animieren. Wir wollen gesehen und verstanden werden. Wir wollen Bilder im Kopf kreieren und vielleicht einen Anstoß geben“. Klingt sehr vielversprechend und gerade der erste Satz erweist sich als unglaublich schwer umsetzbar, denn „Demontage“ ist ein verdammt grooviges Teil mit mächtig Arsch in der Hose.

Wer sich zusätzlich noch von den Live-Qualitäten der Band überzeugen möchte, sollte sich beeilen, es sind nur noch ein paar Termine übrig!

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