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Frauen in der Rapmusik – eine zunehmende Erfolgsgeschichte

Die einst männerdominierte Rap-Branche wird langsam aber sicher weiblicher. Künstlerinnen wie Nicki Minaj, Beyoncé oder Cardi B haben in den letzten Jahren gezeigt, wie viel Potential in ihnen steckt. Der Höhepunkt war die Auszeichnung von Cardi Bs Invasion of Privacy als bestes Rap-Album bei den Grammys 2018. Ein Blick auf die zunehmende Erfolgsgeschichte.

Rap ist endlich bereit für starke Frauen

Nach Lil‘ Kim, Da Brat, Eve, Björk und Co. zu Beginn der Jahrtausendwende scheinen die Frauen seit 2018 endlich endgültig in der Rapmusik angelangt zu sein, ohne sofort wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Der vorläufige Höhepunkt waren die Grammys im vergangenen Jahr, wo Cardi B ausgerechnet mit ihrem Debütalbum laut die gesammelte Konkurrenz ausstach und den Preis für das beste Rap-Album mit nach Hause nahm. Von den sozialen Medien bis hin zu den Konzerten wird mittlerweile offensichtlich, wie sehr sich die Industrie hin zu mehr weiblicher Akzeptanz entwickelt hat.

Neben Cardi B ist das vor allem zwei Künstlerinnen zu verdanken, die seit ihren Anfängen ein starkes Frauenbild vermitteln. Einerseits Beyoncé, die zwar nicht gerade für Rapmusik bekannt ist, dies aber auf dem Album Everything Is Love zusammen mit Jay-Z überragend macht, wie eine Albumkritik verrät. Andererseits ist Nicki Minaj zu nennen, die 2010 in Deutschland aus dem Nichts auf der Bildfläche erschien. Mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern ist sie die kommerziell erfolgreichste Rapperin aller Zeiten und platzierte sich so oft wie keine andere Frau vor ihr in den US-amerikanischen Single-Charts. Alle drei bahnen damit ebenfalls den Weg für die folgenden Generationen, die sich an ihnen orientieren werden.

Produktionsaufwand nimmt neue Formen an

Quelle: Betway

Der zunehmende Erfolg der Künstlerinnen führt auch dazu, dass der Produktionsaufwand deutlich gestiegen ist. Eine Studie von Betway zeigt die Ausgaben für Musikvideos der bekanntesten Rapper. Hierbei ist auffällig, dass weibliche Rapper vor allem bei Ausgaben für Luxusgüter den Ton angeben. The Carters (also Beyoncé zusammen mit ihrem Mann) nutzten für das Video für den Song Apesh*t die Marken Burberry, Versace und Balmain für insgesamt 150.000 Pfund. Auch Cardi B fällt in der Liste gleich zweimal mit den Songs Money und I Like It auf.

Vonseiten der Männerwelt ist eine Veränderung spürbar und es sind mittlerweile deutlich weniger herabwertende Texte zu hören als in der Vergangenheit. Diese Entwicklung begann bereits mit legendären Künstlern wie Tupac, dessen Songs Keep Ya Head Up und Dear Mama sich klar an das weibliche Geschlecht richten, wie aus einem Bericht auf hiphop.de hervorgeht. Es ist davon auszugehen, dass nicht wieder 15 Jahre vergehen müssen, ehe sich die nächsten weiblichen Rapper durchsetzen.

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