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Der Nordfriese Ove Thomsen, alias „Game Ove“, war ursprünglich als Solokünstler auf den hiesigen Bühnen unterwegs. Als ihm das zu langweilig wurde, kamen nach und nach seine vier Spielfiguren Helge Schulz, Hajo Cirksena, Frederik Kelm und Sönke Torpus dazu. Seither treten sie als „Game Ove & Die Spielfiguren“ gemeinsam auf! Sie lassen sich musikalisch von Künstlern wie Clickclickdecker, oder auch Gisbert zu Knyphausen inspirieren. Ihre Musik zeichnet sich zum einen dadurch aus, dass die Songs textlich sehr stark und intensiv sind und zum anderen, dass Ove Thomsen eine außergewöhnlich warme, ausdrucksstarke Stimme hat!

Ihr Album „Ove, Wenn und Aber“ umfasst zwölf Songs, die jeder für sich eine eigene Geschichte erzählen und sich mit Themen wie Freundschaft, Liebe, Mut und dem Verlorensein auseinander setzen.

Der erste Song „Ich heiße Oscar“ beschäftigt sich damit, sich Hals über Kopf in jemanden zu verlieben und selbst in einer großen Menge Individuen, nur noch Augen für diesen einen Menschen zu haben! Das Leben, manchmal besorgniserregend und schwer, wird beflügelt von diesem schönen Gefühl. Es wird alles von der leichten Seite gesehen, mit einem Becher Wein und der richtigen Person an seiner Seite! Begleitet von Schlagzeug und Gitarren ist dieser Song ein wirklich gut gewählter Opener.

Der zweite Song „Stell die Weichen“ ist nicht ohne Grund mein Favorit des Albums! Eine gezupfte Gitarre wird, nach und nach, vom Rest der Band mit E-Gitarren und Schlagzeug begleitet, wodurch eine unglaublich intensive Atmosphäre entsteht. Der Song beschäftigt sich damit, dass Beziehungen manchmal so festgefahren sind, dass sich das Gefühl einschleicht, keine Lösung finden zu können. Wenn einem der Andere wichtig genug ist, ist man allerdings dazu bereit, an den Problemen zu arbeiten und die Hoffnung nicht aufzugeben! Ein schönes Zitat ist: „Die frische Luft zu spüren, deine weiche Haut berühren und ab und an die Sicht vom Gegenüber reflektieren. Vielleicht sogar mal hoffen, dass wir beide funktionieren, Gedanken auf- und abzuhängen, die keinen mehr irritieren. Die frische Luft zu spüren, deine weiche Haut berühren und sich in positiver Energie gedankenlos verlieren!“ Nicht nur der Song, sondern auch das dazugehörige Video sind wärmstens zu empfehlen!

Im siebten Song „Alles halb so wild“ mischen sich, neben Gitarren und Schlagzeug, sogar Geigen ins Getümmel und hüllen das Ganze in ein wunderschönes Soundkostüm. Der Song behandelt die Frage, wo man in seinem Leben gerade steht. Das es halb so wild ist, noch nicht so gefestigt und angekommen zu sein, wie andere es sind und mit der Situation trotzdem glücklich zu sein.

Der einzige Song, der mir nicht so gut gefällt wie die anderen, ist „Sei kein Frosch“. Ich finde ihn textlich, gemessen an dem Rest, nicht so gut gelungen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung und hat auf das qualitativ hochwertige Album keinerlei Einfluss! Musikalisch ist er, durch Stilmittel wie a capella Gesang, dennoch gut in Szene gesetzt.

Ove, Wenn und Aber war meine erste Berührung mit den fünf Künstlern und ich kann ihnen zu ihrem Album nur gratulieren! Obwohl sich stellenweise eine unterschwellige Melancholie durchs Album zieht, sind die Texte zeitgleich charmant und witzig. Durch ihren einzigartigen, sympathischen Stil haben sie direkt bei mir gepunktet!

1 Oskar
2 Stell‘ die Weichen
3 Blubb
4 Scherben bringen gar nichts
5 Mexico
6 Sei kein Frosch
7 Alles halb so wild
8 Ein halbes Herz
9 Nichts verloren
10 Altona
11 Der treue Begleiter
12 Winter,Sommer,Herbst und Scheiße

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