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Garda das 6 köpfige Kollektiv aus Dresden, das vor 4 Jahren mit „Die Technique die“ ein tieftrauriges Kleinod herzerwärmendem Folk veröffentlichte, wächst mit dem aktuellen Album als Band zusammen und über sich hinaus. 2 Jahre zurück. Sänger und Songwriter Kai Lehmann schreibt in einer einsamen Hütte in den Alpen an neuen Songs um die dann jedoch vor der ersten Probe wieder zu verwerfen. Das Korsett des Folk ist eng und so suchte sich die Band eine neue Sichtweise auf ihre Musik um nach 6 monatiger Studioarbeit ein mächtiges Resultat zu erzielen.

Heart of a Pro ist nicht Easy Listening, erfüllt keine Erwartungshaltungen, strahlt vor Ideenreichtum und besitzt genug Gefühl um mitzureissen. „Upper/Lower Water Course“ nimmt sofort Besitz vom Hörer. Die Stimme erinnert an Conor Oberst ohne ihn zu kopieren. Erweitert durch Drums, Piano und die zweite Stimme von Cornelia Mothes steigt der Song als Frühlingssinfonie empor. „Vessels“ erklingt als Midtempo Country Rock. Überall entdeckt man Erweiterungen im Soundgefüge. Das Herz pocht in „Euphoria, My Dear“, und schliesst den Kreislauf der Instrumentierung zu einer kleinen Hymne an deren Ende ein Chor für Pathos sorgt.

„Gallows“ ist stilistisch die Ballade, bevor sie mit diesen Gewohnheiten bricht. Die Elektronikeinflüsse am Anfang von „Hiroo Ornado“ erinnern an Can, der monotone Beat treibt den Song in poppige Gefilde und klingt einfach aus. „Black“ gibt das Lied das in sich zu ruhen scheint und kracht dann als Noisenummer vor die Wand. Nichts klingt konstruiert, nichts scheint so wie es ist und wenn etwas wirklich scheint, dann ist es die Vielfalt und das Songwriting, daß dieser bittersüßen Indieperle das gewisse Etwas verleiht. Ein kleines Meisterwerk!

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