jetzt vorbestellen: Turbostaat – Uthlande (LP+CD)

Mittwochabend, Köln Ehrenfeld. Monako spielen gerade den letzten Song ihres Sets. Das Buhmann & Sohn ist ausverkauft. Es ist gerade erst kurz vor 21 Uhr.

Wenig später betritt Ilgen-Nur gemeinsam mit ihrer Band die Bühne. Im Hintergrund als Bühnenbild ein übergroßes Herz aus weißen Papierrosen, wenn mich meine Augen nicht täuschen. Über Geschmack lässt sich zum Glück streiten.

Der Auftritt der Musikerin hat zwei Seiten. Auf der einen Seiten steht diese unfassbare tiefe, emotionale Musik und auf der anderen die extrem schlechte Laune von Ilgen-Nur. Keine zwei Lieder in Folge, unzählige Pausen, die gefüllt werden von Aussagen, das irgendetwas nicht in Ordnung ist. Mal stimmt etwas am Sound nicht, mal stört das Klicken eines Fotoapparats. Natürlich ist eine Künstlerin auch ein Mensch und natürlich muss sich niemand verstellen, weder vor noch auf der Bühne, doch für meinen Geschmack war das einfach ein Spur zu viel. Und dennoch überwiegt die Größe der Musik, die Tiefe und Höhe ihrer Stimme, die Emotionalität der Texte. So kann man an diesem Abend für drei bis vier Minuten abtauchen, dann auftauchen und wieder von vorne.

Dann ist Schluss, doch ein fader Beigeschmack bleibt. Schade.

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