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Für viele Jahre war sie in Vergessenheit geraten, bis ein Kofferfund 2007 in Mexiko tausende Negative ans Licht brachte und man plötzlich wieder von ihr sprach.

Buch kaufenVö: 02.03.2020Berlin Verlag

Gerda Taro, geboren als Gerta Pohorylle 1910 in Stuttgart war die vermutlich erste Fotografin an der Kriegsfront, Freundin des großen Robert Capa und sozialistische Aktivistin. 1937 kurz vor ihrem 27. Geburtstag wurde sie beim Fotografieren während des spanischen Bürgerkriegs von einem Panzer überrollt und starb am darauf folgenden Tag. An dem Trauerzug bei der Beerdigung nahmen tausende Menschen teil, um Gerda Taro die letzte Ehre zu erweisen und ihr Leben zu würdigen.

Helena Janeczek hat das Leben dieser beeindruckenden Frau in ihrem Buch Das Mädchen mit der Leica durch die Linse betrachtet und mit Hilfe dreier Perspektiven ein Duett aus Biographie und Roman geschrieben. Die drei Perspektiven gehören drei Freund:innen, die jeweils aus ihrer Sicht und mit unterschiedlichem Zeitabstand das Leben und die Frau Gerda Taro präsentieren und sie in das Licht rücken, das ihr gebührt. Das ganz große Licht nämlich. Häufig im Schatten von Robert Capa, gehört die Aufmerksamkeit ganz ihr und der große Fotograf wird zur Nebenfigur.

Das Mädchen mit der Leica ist ein rührend schönes Buch, das sich gut liest und viel Stoff zum Nachdenken über das Leben und das Fotografieren liefert. Ein Buch in dem man versinken kann und Seite an Seite mit Gerda Taro unter anderem durch Paris schlendern und vielleicht mal einen Kaffee trinken kann.

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Zusammenfassung
Das Mädchen mit der Leica ist ein rührend schönes Buch, das sich gut liest und viel Stoff zum Nachdenken über das Leben und das Fotografieren liefert.
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