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Die belgische Post-Rock-Band HELIUM HORSE FLY hat am 18. Januar 2019 ihr viertes Album mit dem Titel „Hollowed“ auf Dipole Experiment Records veröffentlicht.

Vö: 18.01.2019Dipole Experiment RecordsiTunesLP kaufen

Das 6-Track-Album ist final durch die Hände von Brian Lucey gegangen, der auch mit Marilyn Manson, David Lynch, Sigur Rós oder Depeche Mode zusammengearbeitet hat, so dass man bei der Produktion mit Qualität wuchern kann.

Die aus Marie Billy (Gesang), Stéphane Dupont (Gitarren, Keyboards und Gesang), Dimitri Iannello (Bass) und Gil Chevigné (Drums) bestehenden Band lässt sich nicht in eine musikalische Schublade stecken, da insbesondere die theatralischen Gesangspassagen ein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Die Stilangabe Experimenteller Rock und Post-Rock dürfte es am ehesten zutreffen.

Im Vergleich zu den bisherigen Alben kommt „Hollowed“ deutlich leiser und zurückhaltender daher und punktet mit klaren Song-Strukturen. Obwohl die konzeptionelle Klammer wage bleibt, erscheint das Album in sich stimmig und lediglich die Wahl des Openers könnte Anlass zu Diskussionen geben. Viel besser hätte das Stück „Progeny“ als Einstieg in dieses Album funktioniert.

Der Opener „Happiness“ ist eine schnörkellose Noise-Rock-Nummer, bei der sich alle Bandmitglieder an Ihren Instrumenten austoben dürfen, die aber bereits nach kurzer Laufzeit ihren Charme verliert obwohl eingestreute Gesangsfragmente den Song beleben sollen. Das schwächste Stück auf dem Album.

Track 2 „In a Deathless Spell“ ist eine fast 15-minütige klassisch Post-Rock-Nummer mit schönen Gesangspassagen. Hier zeigt sich die Klasse der Song-Architektur und die klare Stimme von Marie Billy nimmt einen mit auf die Reise durch den Song. Trotz der langen Laufzeit eine runde Sache.

Der lange spartanische Einstieg in das über 8-minütige Stück „Algeny“ erfordert vom Hörer Geduld da erst wenn bei Minute 6:00 die Rhythmuselemente Bass und Drums dazukommen und eine Post-Rock-Nummer der bekömmlichen Sorte entsteht. „Progeny“ ist analog zum vorherigen Song aufgebaut und man fühlt sich beim Gesang von Marie Billy an eine experimentelle Kate Bush erinnert. Leider folgt auch das vorletzte Stück „Monochrome“ dem gleichen musikalischen Aufbau, so dass man sich in der Gesamtheit dieser drei Stücke ein deutliches mehr an Kreativität gewünscht hätte. Mit dem sehr kurzen „Shelter“ wird der akustische Schlusspunkt des Albums gesetzt.

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