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Seit Freitag gibt es eine neue Kassette aus dem Hause SUNNY TAPES, die den Titel No Emotions trägt. Die darauf überspielte Musik stammt aus der Feder der in Hamburg ansässigen Ilgen-Nur Boralı, die ebenso als Multiinstrumentalistin tätig war.

Zusammen mit Simon Starz und Paul Pötsch von Trümmer hat die 20-Jährige Ilgen-Nur fünf „sad songs about growing up“ aufgenommen, wie sie von ihr selbst bezeichnet werden. Wieder mal hatte Max Rieger von Die Nerven und All diese Gewalt seine Finger im Reglerspiel, er war zuständig für Produktion, Aufnahme, Mix und Master der No Emotions-EP.

Allzu sad klingt die Kassette garnicht. Ilgen-Nur singt über ihre Schlafgewohnheiten, den Sinn des Lebens, über Selbstfindung, über das im-Bett-liegen, Fahrradfahren und Lippenstift. Sie versucht eben einfach cool zu sein, fühlt sich aber eher ein wenig albern dabei. Genau diese Zeile schmückt die Single Cool und verleiht ihr das Ohrwurm Prädikat. Die Produktion klingt nicht, wie sonst von Rieger gewohnt wild und noisig, sie erinnert eher an Courtney Barnett, Chastity Belt und ab und zu könnten wir denken, dass Kate Nash immer noch gute Musik machen würde. Der Song der am meisten zum sad-sein einlädt, ist Expectations, sonst klingen die Stücke alle doch eher recht sunny und sind genau das richtige für den hoffentlich bald eintretenden Sommer.

Die starke Stimme der Hamburgerin stellt sich vor ihre slacky Gitarre, das Bassspiel lässt tatsächlich erahnen, dass hier der selbe Mensch wie bei Trümmer am Werk war und die Drums laden zum tanzen ein.

Schade ist es, dass Ilgen-Nur kein Album aufgenommen hat, denn dann könnten wir wohl in den vollen Genuss ihrer Songwritingkünste kommen und noch ein bisschen mehr Abwechslung erleben. Nichtsdestotrotz hat sie es geschafft und nicht nur versucht: mit der EP No Emotions hat Ilgen-Nur mit ihrer Band eine ziemlich coole EP aufgenommen, die mit Sicherheit viele Fans finden wird.

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Zusammenfassung
Die starke Stimme der Hamburgerin Ilgen-Nur stellt sich vor ihre slacky Gitarre, das Bassspiel lässt tatsächlich erahnen, dass hier der selbe Mensch wie bei Trümmer am Werk war und die Drums laden zum tanzen ein.
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