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Ein Jahr nach der Auflösung von Infinite Void veröffentlichten Blackwire Records, Contraszt! Records und Last Hour Records am 9. Juli posthum deren letztes Album „Endless Waves“. Düsterer, melancholischer Post-Punk, der zum Weinen schön ist.

Vö: 09.07.2018 Blackwire Records Contraszt! Records Last Hour Records iTunes LP kaufen

Vorweg sei gesagt, dass mich die Platte der Australier*innen wirklich berührt und ich in jeder einzelnen Sekunde von „Endless Waves“ Lust habe, die Augen zu schließen und durch die dunkle, kalte Nacht zu laufen. Steine ins Wasser werfen, Menschen vor den Büdchen beobachten, wie sie lachen und streiten oder einfach nur dastehen. U-Bahnen passieren meinen Weg. Die Stadt als winziger Mikrokosmos und Infinite Void als treue musikalische Begleitung, die Bilder in meinem Kopf malt und Geschichten erzählt.

Vielleicht ist der einfache Fakt, dass es diese Band nicht mehr gibt, auch der einfache Grund, weshalb mir das Schreiben einer Review selten so wenig Spaß gemacht hat wie dieses Mal. Das Album ist die Grabrede und das Testament der Band zugleich und über jedes Auge, dass dabei trocken bleibt, kann ich mich nur kopfschüttelnd wundern.

Der einnehmende Post-Punk Sund, der ab der ersten Sekunde „Endless Waves“ dominiert und die Hörer*innen wie an einem roten Faden durch das Album führt und dabei nicht nur einmal an Joy Division erinnert. Aber welche Post-Punk/ New Wave Band macht das eigentlich nicht? Dazu kommt eine Stimme, die nach Milchglas klingt und den Hall einer Kirche innehält. Jede einzelne gesungene Zeile nimmt mir ein bisschen Mut, macht mir selben Augenblick aber im Unterbewusstsein auch in bisschen Hoffnung. Diffuse Gefühle.

Ich verzichte bewusst, hier detailliert auf einen einzelnen Song einzugehen, da ich „Endless Waves“ von Infinite Void als Gesamtkunstwerk verstehe, dass mit dem Opener „Dark Dreams“ beginnt und mit „Immersed“ endet. Wie passend in dieser kühlen, grauen Welt, die so traurig und so schön zugleich ist.

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