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44 Jahre nach der ersten deutschen Fassung erschien in diesem Jahr James Baldwins Beale Street Blues im dtv Verlag, in neuer Übersetzung von Miriam Mendelkow.

Buch kaufen Vö: 20.07.2018 dtv Verlag

Ein großer Liebesroman, in dem Liebe auch als kraftvoller Ausgangspunkt für einen Kampf gegen ein rassistisches System verstanden wird. Liebe hat viele Gesichter und immer ist sie wertvoll.

Der Autor James Baldwin, hat vor knapp 45 Jahren einen Roman geschrieben, der heute problemlos als erster Black-Lives-Matter-Roman bezeichnet werden kann.

Ein großer Schriftsteller, der der erste schwarze Künstler auf dem Cover des Time Magazines war und sich seinem Leben neben dem Schreiben, dem Kampf für Gleichberechtigung ungeachtet der Hautfarbe, Sexualität oder Herkunft widmete.

Ich bin groß geworden im Gefängnis meiner schwarzen Haut.

Beale Street Blues ist aus Sicht der Ich-Erzählerin Tish, eigentlich Clementine Rivers geschrieben. Die Neunzehnjährige ist schwanger von ihrem drei Jahre älteren Freund Alonzo Hunt, Rufname Fonny. Eigentlich wollten die beiden heiraten, doch aufgrund eines Gefängnisaufenthalts ist dies nicht möglich. Ein rassistischer Polizist hat Fonny verhaftet, da dieser fälschlicherweise bzw. aus weißer, juristischer Willkür angeklagt wurde. Die Anklage lautet: Vergewaltigung einen weißen Mädchens.

Tish versucht mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, Fonnys Unschuld zu beweisen. Die Geschichte spielt in Harlem in New York, obwohl die Beale Street eigentlich in Memphis ist und der Titel des Buches auf das gleichnamige Lied von Jazzmusiker W. C. Handy zurückzuführen ist.

Doch die Beale Street steht für mehr als nur ein gewöhnlicher Straßennamen, denn wie der Autor 1974 schon seinem Buch vorangestellt hat: „Jeder in Amerika geborene Schwarze ist in der Beale Street, ist im Schwarzenviertel irgendeiner amerikanischen Stadt geboren, ob in Jackson, Mississippi, oder in Harlem in New York: Alle ‚Nigger‘ stammen aus der Beale Street. Die Beale Street ist unser Erbe. Dieser Roman handelt von der Unmöglichkeit und von der Möglichkeit, von der absoluten Notwendigkeit, diesem Erbe Ausdruck zu geben.“

Das Buch Beale Street Blues ist Trauer und Leid, Angst und Hoffnung, Einsamkeit und Zusammenhalt, Freiheit und Isolation und Liebe, ganz viel Liebe. Also all‘ das, was einen guten Blues-Song ausmacht. Ein Buch, beinahe 50 Jahre alt, von erschreckender Aktualität.

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