Cargo-Vinylaktion

Europäische Jawbreaker-Fans könnten im Jahr 2019 komplett auf ihre Kosten kommen.

Das Groezrock-Festival kündigte das US-Punk-Trio für das kommende Jahr als Headliner an, wo Jawbreaker am 26. April ihre erste Europa-Show seit über 25 Jahren spielen werden.

Außerdem wird das Trio einen Tag später, am 27. April, in der O2 Academy Brixton in London auftreten.

Die Veröffentlichung eines neuen Albums scheint ebenfalls nicht unwahrscheinlich.

Jawbreaker mutierten in den Jahren nach ihrer Bandauflösung 1996 zu einer der einflussreichsten Punkrock-Bands ihrer Zeit. Der Großteil ihrer europäischen Fans kam allerdings nie in den Genuss, die Band live zu erleben.

Sänger und Gitarrist Blake Schwarzenbach, Bassist Chris Bauermeister und Schlagzeuger Adam Pfahler zerbrachen an den Reaktionen auf das Major-Label-Debüt und kolossalem Fan-Missverständnis „Dear You“, das am 12. September 1995 nach einem 1-Mio-Dollar-Deal auf dem zu Universal Music gehörenden DGC Records erschien.

Das von Rob Cavallo produzierte Album, der ein Jahr zuvor Green Days Durchbruchs-Album „Dookie“ produzierte, war dem Großteil der Jawbreaker-Anhänger einfach zu melodisch, zu weichgespült.

Die Band löste sich 1996 resigniert auf. Obwohl „Dear You“ mittlerweile immer wieder zu den bedeutendsten Punkrock-Alben überhaupt gezählt wird, schienen die drei Jawbreaker-Mitglieder untereinander so zerstritten, dass eine Reunion jahrelang nur in den Träumen ihrer zahlreichen Fans möglich schien.

Umso größer war die Freude, als die düsteren Emo-Punk-Helden im April 2017 ihre Reunion für einen ursprünglich als On-Off geplanten Auftritt im Rahmen des Riot Punk Festes in Chicago im September 2017 bekannt gaben.

Sieben US-Shows in San Francisco, New York City und Los Angeles sollten im Frühjahr 2018 folgen. 2019 kehren Schwarzenbach, Bauermeister und Pfahler zum ersten Mal seit 1992 nach Europa zurück. Da Jawbreaker-Gallionsfigur in einem Interview mit dem „Going Off Track“ Podcast ankündigte, den Sommer 2018 zu nutzen, um neue Musik zu schreiben, scheinen auch die Veröffentlichung des fünften Jawbreaker-Studioalbums, sowie (hoffentlich) ein paar Deutschland-Shows nicht unmöglich.



Titelbild: Jawbreaker | (c) Matthew Kadi

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