Besonders Film-Fans kannten ihn am ehesten durch seine feinen Melodien in den großen Leinwand-Momenten, jetzt ist die Musik leider viel zu plötzlich verstummt: Der isländische Komponist Jóhann Jóhannsson ist am 09. Februar im Alter von gerade mal 48 Jahren überraschend in Berlin verstorben.


„Sicario“, „Arrival“, „The Theory Of Everything“. Nur drei der bekanntesten Beispiele: Jóhannsson produzierte für die unterschiedlichsten Filme stets den passenden Score. Dass der Mann aus Reykjavík aber auch ganz reguläre Studioalben veröffentlichte – zuletzt erschien „Orphée“ im Jahr 2016 –, gerät oft in Vergessenheit.

Die große Spezialität Jóhannsson war dabei sein Sinn für die Feinheiten: Mit seinen oftmals auf Piano und Synthesizer basierenden Songstrukturen spielte und experimentierte er derart gekonnt, dass dieser musikalische Wandel zwischen Traum und Wirklichkeit beinahe schon ein Alleinstellungsmerkmal war.

Für den Soundtrack zu „The Theory Of Everything“ gewann Jóhannsson 2015 den Golden Globe. Seine Dankesrede begann er mit den bescheidenen Worten:

Well, this is a great honor. When you’re given material like „The Theory Of Everything“ to work with, it feels like my job is very easy.

Jóhannsson hinterlässt eine Tochter. Sein Label Deutsche Grammophon bestätigte den Tod des Künstlers auf Twitter.

Die genaueren Umstände werden derzeit noch ermittelt.

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